LeAnn Rimes - Whatever We Wanna - Cover
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LeAnn Rimes Whatever We Wanna


  • Label: Curb/Warner Bros.
  • Laufzeit: 58 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

So ein Stress! Um Erfolg zu haben, muss die arme LeAnn Rimes gleich zwei Musikmärkte bedienen. Deshalb wird bei ihren Veröffentlichungen seit ein paar Jahren ganz genau in „amerikanisch“ und „europäisch“ unterschieden. Und das macht sogar Sinn. Denn die US-Fans können mit fluffigen Popsongs á la „Suddenly“ anscheinend genauso wenig anfangen, wie die hiesigen Konsumenten mit LeAnn Rimes’ Countrysongs. Und so wird, optisch genau abgestimmt zwischen betont sexy (Europa) und konservativ prüde (USA), abwechselnd der eine („I Need You“, „Twisted Angel“, Europa, 2001/2002) und der andere Markt („This Woman“, „What A Wonderful World“, USA, 2004/2005) bedient.

Mit „Whatever We Wanna“ sind wieder die Europäer an der Reihe, die 15, mal poppig, mal rockig klingende Tracks vorgesetzt bekommen, an denen mit Gregg Pagani (Will Smith, Charlie Wilson, Waynton Marsalis), Charlie Judge (Ronan Keating, Faith Hill, Melanie C.), Dan Huff (Ronan Keating, Shania Twain, Carrie Underwood), Jeremy Wheatley (Sugababes, James Blunt, Corinne Bailey-Rae) und Christopher Neil (A-ha, Celine Dion, Blue) gleich fünf Studioprofis mitgeholfen haben. Und in dieser Liste sind noch nicht mal die diversen Songwriter wie Dennis Matkosky (Diana Ross, Dan Hill), Jess Cates (Backstreet Boys, Nick Lachey) und Steve Robson (Ronan Keating, Mark Owen) enthalten, mit denen LeAnn an den Songs bastelte.

Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Und deshalb ist in der Wundertüte namens „Whatever We Wanna“ selbstverständlich alles enthalten, was sich der europäische Popfan so wünscht: Ergreifende Balladen („This life“, „Some people“), tanzbare Lieder („Save myself“), Radiohits („And it feels like”, „For the first time“), rockige Titel („Headphones“, „Satisfied“) und ein wunderbar vermarktbares Duett mit Ex-Westlife-Star Brian McFadden („Everybody’s someone“). Als erste Singleauskopplung fiel die Wahl aber auf „Strong“, ein bombastischer Song, bei dem LeAnn Rimes wie gewohnt ihre ganze Stimmkraft entfalten kann.

Die 24-Jährige aus Jackson, Mississippi fährt auf diesem Album ein volles Pfund aus perfekt produzierten Mainstreamsongs auf, die sich direkt im Gehör festsetzen. Diesen Fakt muss man im Vorfeld akzeptieren und seine Erwartungshaltung entsprechend ausrichten. Auf dieser CD findet nun mal keine Countrymusic statt, sondern waschechter Pop mit allen Konsequenzen. Wer dazu bereit ist, bekommt mit „Whatever We Wanna“ ist ein reines Sommeralbum: Locker, flockig, eingängig und (im positiven Sinn) ohne große Ansprüche.

Anspieltipps:

  • Satisfied
  • Long night
  • Save myself
  • Headphones
  • Break me down
  • Rumour ‘bout a revolution
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