The Cranberries - No Need To Argue - Cover
Große Ansicht

The Cranberries No Need To Argue


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
10/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wir haben es hier mit einem Album zu tun, das seinen Erfolg nicht umsonst verdient hat!

Die irische Band The Cranberries, bestehend aus Dolores O'Riordan (Vocals, Keyboard, Gitarre), Noel Anthony Hogan (Gitarre), Michael Gerard Hogan (Bass) und Fergal Patrick Lawler (Drums), wurde 1990 gegründet und gehörte zu den führenden Alternative Rockbands der 90er Jahre. Mehrere Labels waren am Anfang ihrer Karriere an ihren Aufnahmen interessiert, doch letztendlich entschieden sich die Cranberries für Island (Universal). Nach zwei Jahren hatten sie bereits 3 Millionen Platten verkauft. Ihr erstes Album „Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We“ war weltweit erfolgreich. Vor allem die erste Single „Linger“ erfreute sich großer Beliebtheit unter dem Publikum.

Ihren absoluten Durchbruch erreichten die Cranberries schließlich mit ihrem zweiten Album „No Need To Argue“, was sicherlich auch der Hitsingle „Zombie“ zu verdanken ist. Der Song stellt einen Protest bezüglich der Gewaltakte zwischen Katholiken und Protestanten in Irland da und wurde aufgrund dessen sehr populär. Mit eindrucksvollen Worten („It's the same old theme since 1916 / in your head, in your head they are fighting / with their tanks and their bombs and their bombs and their guns / in you head they are dying“), einem gewaltigen Gitarrensound und der unglaublich kraftvollen Stimme von Sängerin Dolores Burton war das Lied der beste Beweis dafür, dass Musik nicht immer kompliziert gestrickt sein muss, um die Hörerschaft zu bewegen.

Es ist schwer Worte zu finden, die diesem Album gerecht werden. Es ist mit Sicherheit das Meisterwerk der Cranberries und eines der wenigen Alben, von denen man sagen kann, dass kein einziges Lied darauf schlecht ist. Natürlich hat es auch absolute Höhepunkte, die es zu beachten gibt, doch auch der Rest, der sich auf dem Album befindenden Lieder, sind einfach Spitzensongs. Vom Anfang bis zum Ende hält sich eine emotionale Spannung, ein Ziel, dass nur wenige Bands in ihren Alben erreicht haben, weil es einfach verdammt hart ist, das zu schaffen. Es ist geprägt durch Melancholie, Träumerei und einer Spur von Aggression. Der Gitarrensound ist stark akustisch, kann aber auch durchaus verzerrte Riffs enthalten, die vor allem im Falle von „Zombie“ das Publikum geradezu in Ekstase versetzen können. Auch leichte Irish-Folk-Elemente lassen sich in der Musik der Cranberries entdecken.

Eine weitere eindrucksvolle Single ist „Ridiculos Thoughts“. Als Special Guest im Video zu dem Song ist der damals 14jährige Elijah Wood („Herr der Ringe“) als Hauptdarsteller zu sehen. Musikalisch gesehen beginnt der Song sehr leise mit einem zerlegten Gitarrenriff, wir hören Dolores O'Riordans mystischen Gesang ein und schließlich setzen beide Gitarren ein und es geht so richtig ab. Dieses Lied lebt, wie auch sehr viele andere Songs („Zombie“, „Empty“) von der unglaublichen Stimme der Leadsängerin, die sich bis zum Schluss noch unglaublich steigert. Es lassen sich aber auch sehr gemütliche Songs wiederfinden, wie „Ode to my family“(das sich übrigens auch einem sehr hohen Bekanntheitsgrad erfreut), „The Icicle melts“ und „Dreaming my dreams“. „I can't be with you“ ist beschwingt und stimmungsmäßig gesehen eher von Frohsinn und Verliebtheit geprägt.

„No Need To Argue“ ist ein Album, das der begeisterte Rockhörer einfach kennen muss. Wenn dies noch nicht der Fall ist, sollte er diese Bildungslücke schnellstens füllen, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass ein musikinteressierter Mensch, der in den 90er Jahren Radio gehört hat, an „Zombie“ oder „Ode to my family“ vorbeigekommen ist. Wir haben es hier mit einem Album zu tun, das seinen Erfolg nicht umsonst verdient hat!

Anspieltipps:

  • Empty
  • Zombie
  • The Icicle melts
  • Ode to my Family
  • Ridiculous Thoughts
Neue Kritiken im Genre „Rock/Pop“
Diskutiere über „The Cranberries“
comments powered by Disqus