Diverse - SZ Diskothek: 1971 - Cover
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Diverse SZ Diskothek: 1971


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

In der Provinz des südlichen Niedersachsen, in Osnabrück, wächst der Liedermacher Heinz Rudolf Kunze auf. Er berichtet in der vorliegenden Ausgabe von seinem Popjahr 1971. Kunze war 14 Jahre alt, hatte lange Haare und sammelte wie besessen Schallplatten. Er war ein braver Junge, ein guter Schüler und nahm Klavierunterricht.

Im Frühjahr des Jahres 1971 passierten ziemlich gleichzeitig zwei gewaltige Dinge in Kunzes Leben. Er lernte seine erste Freundin kennen und stieg als Keyboarder in seine erste richtige Band ein. Er erlebte quasi einen doppelten Traum. Zum einen die Erfahrung, dass sich tatsächlich ein Mädchen auf ihn einließ, zum anderen die Entdeckung, dass die Band, die ihn gesucht und gefunden hatte, aus drei zehn Jahre älteren Studenten bestand.

Nach dem Ableben der Beatles gab es für Kunze nur noch zwei Kandidaten für den Pop-Gipfel: Bob Dylan und die Rolling Stones. Doch wie Dylan 1971 beieinander war, wusste keiner so genau. Das letzte Album war drei Jahre her und das Sprachrohr einer Generation schwieg beharrlich. Die Stones hingegen, mitten in der produktivsten Phase ihrer unendlichen Karriere, die seit 30 Jahren hauptsächlich darin besteht, das zu verwalten, was sie in den fünf Jahren von 1968 bis 1972 geschaffen haben, lieferten mit „Sticky Fingers“ gerade jetzt eine ihrer fünf besten Platten sowie eines der gelungensten Cover aller Zeiten ab. Mit „Nursery Crime“ legten Genesis ihr erstes wirklich bemerkenswertes Album vor. Cat Stevens macht mit „Teaser And The Firecat“ eine seiner kostbarsten Platten, Elton John mit „Madman Across The Water“ die beste seines Lebens und die Doors schwangen sich mit „L.A. Woman“ zum letzten Mal zu einer Höchstleistung auf.

Das ´71er-Fundstück dokumentiert die Englandtournee der Rolling Stones. In dem Artikel von Robert Greenfield (Rolling Stone Magazine) wird geschildert, wie sich Jagger und Co. als größte Rock’n’Roll-Band der Welt etablierten. Musikalisch wird das Jahr dagegen mit Songs von Gene Clark („With tomorrow“), Marvin Gaye („Inner city blues“), Rory Gallagher („I’m not awake yet“), Burt Bacharach („Hasbrook heights“), Soft Machine („Kings and queens“) und Sly & The Family Stone („Family affair“) dokumentiert.

Anspieltipps:

  • Cat Stevens - Peace train
  • Bob Dylan - George Jackson
  • Bill Withers - Ain’t no sunshine
  • Witthüser & Westrupp - Nimm einen Joint, mein Freund
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