The Kooks - Inside In Inside Out - Cover
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The Kooks Inside In Inside Out


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

The Kooks wollen nicht in jedem Song gleich klingen.

Im Angesicht der Flut von Bands, die fast wöchentlich aus Großbritannien angeschwemmt werden, ist es schwer, den Überblick zu behalten. Wie gut, dass es Bands wie The Kooks gibt. Das Quartett aus Brighton – benannt nach einem Song von David Bowie – hebt sich wohltuend aus der großen Menge britischer Bands ab. Allesamt um die 20, thematisieren sie in ihren Songs die Probleme des Alltags, von verstoßener Liebe über Komplexe gegenüber Frauen bis zu Erektionsstörungen („Eddie’s gun“). Der wunderbare südenglische Akzent von Sänger Luke Pritchard fällt dabei ebenso angenehm auf wie seine markante Stimme.

Das wahre Kunststück auf „Inside In/Inside Out“ liegt aber darin, dass es ein Album für alle Stimmungen ist. Die Songs eignen sich zum Cabriofahren im Sommer genauso gut wie zum Schmollen unter der Kuscheldecke. Die Kooks haben in ihren Songs nicht nur gute Laune, sie verbreiten sie auch, ganz nach dem Motto „All of us, we’re going out tonight, we’re gonna walk all over your cars / The Kooks are out in the street, oh we’re gonna steal your skies“ („Matchbox“).

Nach Auskunft von Luke Pritchard wollen The Kooks nicht in jedem Song gleich klingen. Das ist ihnen auf ihrem Debüt bemerkenswert gelungen, auch wenn nicht jeder Song das hohe Niveau halten kann. So wird einigen Hörern ein Song wie „Ooh la“ möglicherweise recht schnell als Füllstück erscheinen, da es doch ziemlich seicht daher kommt.

Aber die Bandbreite verschiedener Stile, auf der Bandhomepage von Gitarrist Max Rafferty zwischen „Bobby Womack and The Clash“ angesiedelt, ist bei den Kooks stimmig. Beginnend beim überraschend ruhigen, fast nachdenklich klingenden Eröffnungstrack „Seaside“, über die rockenden Singleauskopplungen „Eddie’s gun“ und „Sofa song“ hin zum abschließenden „Got no love“, bei dem der Drang zum Feuerzeugschwenkens unweigerlich hervorkommt, beweisen The Kooks, dass die Einflüsse verschiedenster Musikrichtungen – übrigens auch auf der Bühne – auf einen Nenner gebracht werden können.

Anspieltipps:

  • Matchbox
  • Got no love
  • Jackie Big Tits
  • You don’t love me
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