Catastrophe Ballet - All Beauty Dies - Cover
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Catastrophe Ballet All Beauty Dies


  • Label: Spirit/INDIGO
  • Laufzeit: 57 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit der CD „...All Beauty Dies” meldet sich eine der großen deutschen Gothic-Rock-Institutionen auf der Bildfläche zurück: Catastrophe Ballet. Die Formation um Frontmann Eric Burton legt damit ihr achtes Album seit „Monologues Of The Past And The Future“ (1989) vor, das – man höre und staune – mitunter recht poppig ausgefallen ist. Damit bleibt sich die Band (neben Sänger Eric Burton sind dies Matt E. am Bass, Al X am Schlagzeug und T. Homas an der Gitarre) treu. Denn Wandel uns Experimentierfreude zählen seit jeher zu den Markenzeichen von Catastrophe Ballet. Ob Elektro-Gothic, Industrial-Gothic oder Modern-Goth-Rock – die Jungs lassen einfach nichts aus.

So beginnt das Album auch gleich mit zwei radiotauglichen Gothic-Poppern, die alles andere als düster und genretypisch sind: „Consequently (Inconsequential – Version 2)” und „Descending” kommen mit einfachen Melodien, die sofort ins Ohr gehen, und einer vergleichsweise harmlosen Instrumentierung daher, die gewiss keine Dark-Rock-Band hinter Catastrophe Ballet vermuten lassen. Dafür sorgt dann „(I lost) the key to your world”. Der Song kommt mit etwas rockigeren Gitarren daher, greift aber im HIM-Stil (man höre nur die Keyboards!) eine massentaugliche Hookline auf.

Noch konsequenter taucht „Failed (to live your life)“ ins Gothic-Genre ein. Grabesstimme, Synthesizer, heftige Gitarren und läutende Höllenglocken: alles dabei! Aber der Weg bis zur Klischeefalle ist nun nicht mehr weit. Und wie es der Teufel so will, kommt die Band mit „You stole the thing that means the most to me“, „2057“, “A thousand” und „I have been here once before“ genau dort an! Spätestens jetzt wird klar, dass das vorliegende Album nicht wirklich über den Status einer durchschnittlichen Produktion hinauskommt.

Irgendwie ist alles auf „...All Beauty Dies” ganz nett. Weder polarisieren einzelne Songs, noch wissen sie uneingeschränkt zu begeistern. Das ist im Endeffekt einfach zu glatt, wobei daran noch nicht mal die Hand voll hitverdächtiger Melodien schuld sind. Fast könnte man meinen, dass es Burton und Co. zu vielen recht machen wollten. Das ist leider etwas in die Hose gegangen.

Anspieltipps:

  • Consequently (Inconsequential – Version 2)
  • (Am I) afraid of losing a life
  • (I lost) the key to your world
  • The lovers delight
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