Corinne Bailey Rae - Corinne Bailey Rae - Cover
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Corinne Bailey Rae Corinne Bailey Rae


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Von dieser Dame darf auf jeden Fall noch mehr erwartet werden.

Die internationale Presse zu Corinne Bailey Raes selbstbetiteltem Debütalbum könnte nicht besser ausfallen. Von dem weiblichen Star 2006 ist die Rede (Sunday Mirror), davon, dass die Dame so heiß ist, dass sie schon schmilzt (Sunday Times) und dass ihre Stimme nach der seligen Billie Holiday klingt (Q Magazine). Sie selbst gibt sich dem ganzen Ruhm gegenüber eher bescheiden: „Die bisherigen Reaktionen waren erstaunlich. Das war sehr beruhigend, denn für mich fühlt es sich auch ganz richtig an. Songs schreiben, Musik spielen – ist genau das, was ich in meinem Leben tun sollte.“ Angefangen hat alles in der Kirche der Gemeinde, wo das Singen für Corinne das Größte war und ihr liebster Zeitvertreib.

Zur Musik kam sie allerdings durch ihre zweite Liebe und die nennt sich Led Zeppelin. „Als Teenager habe ich diese Band geliebt. Ich wollte irgendwie in deren Fußstapfen treten, meine eigene Musik machen.“ Daher beschloss sie eine eigene Band namens Helen zu gründen, deren Vertrag mit Roadrunner Records allerdings aufgrund der Schwangerschaft der Bassistin platzte und der nächste Schritt hieß studieren statt musizieren. Ihr Geld verdiente sie sich daraufhin in Jazzclubs, in denen sie sogar hin und wieder mit der Band singen durfte.

In dieser Zeit schrieb Corinne ihre ersten eigenen Songs und nach dem Vertrag mit EMI und der ersten Single „Like a star“ lief alles wie am Schnürchen. Die verzückte Presse und die von ihrer samtenen Stimme hin und her gerissenen Fans warteten nur mehr auf den ersten Longplayer, der nach eigenen Angaben durch verschiedenste Künstler wie Björk, Massive Attack und Jill Scott beeinflusst ist, letztendlich aber von allem etwas beinhaltet.

„Es (mein Debüt, Anm. d. Red.) ist entspannt, akustisch, spinnert, stimmungsvoll und mit viel Soul. Ich würde auch sagen, dass es sehr organisch klingt, aber das hört sich etwas angeberisch an, also sage ich es nicht.“ Auf jeden Fall klingen die 11 Tracks auf ihrem Erstlingswerk sehr kompakt und in sich geschlossen und betören vor allem durch die bezaubernde Stimme von Corinne, vermissen aber trotzdem an vielen Stellen das gewisse Etwas um auch zeitlosen Charakter zu bekommen.

Dadurch wirken die Songs zwar nicht belanglos, zu mehr als gefühlvoller Hintergrundbeschallung reicht es bei einigen Stücken allerdings dennoch nicht. Das Hauptaugenmerk wurde eben auf die große Attraktion gelenkt und die ist unbestritten die Stimme Corinne Bailey Raes, die sich zwischen der Ehrlichkeit einer Norah Jones, dem Drive einer Joss Stone und dem süßlichen Gebärden einer Katie Melua einpendelt. Von dieser Dame darf auf jeden Fall noch mehr erwartet werden. Hoffentlich wird ihr dann auch ein abwechslungsreicheres und bunteres Kleid aus Harmonien und Melodien übergestreift.

Anspieltipps:

  • I´d Like To
  • Like A Star
  • Choux Pastry Heart
  • Put Your Records On
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