Cruiserweight - Sweet Weaponry - Cover
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Cruiserweight Sweet Weaponry


  • Label: Soulseller/CARGO
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Cruiserweight aus Austin, Texas sind so was wie ein kleines Familienunternehmen. Hervorgegangen aus der Gruppe „Red Boxing“, zählen seit März 1999 die Brüder Urny (Gitarre) und Yogi (Drums) sowie Schwesterchen Stella Maxwell (Gesang) zu der von Bassist Dave Hawkins vervollständigten Band.

Nach zwei Independent-Eps, die sich respektabel im fünfstelligen Bereich verkauften, wurde das Quartett von Doghouse Records (Hot Water Music, Koufax, Get Up Kids, All American Rejects) unter Vertrag genommen. Kurz darauf erschien in den USA das Debütalbum „Sweet Weaponry“ (2/2005), das nun – reichlich spät – auch in Europa veröffentlicht wird.

Jetzt mag sich der eine oder andere fragen, was an einer Band so toll sein soll, die ihr Album seit 15 Monaten auf dem Markt hat – und keiner hat’s bis jetzt gemerkt. Und in der Tat erscheint so ein Einwand nicht ganz unberechtigt. Denn Cruiserweight klingen wie unzählige US-Pop-Punk-Kapellen zuvor, nur dass ihnen die ganz großen Melodien, die überraschenden Einfälle und die zündenden Riffs ihrer berühmten Vorgänger und Kollegen, z.B. jene mit den spaßigen Zahlenkombinationen im Namen, fehlen.

Cruiserweight verraten zwar in Ansätzen ihr Talent („Phantom rider“, „Permanent things“) – dann klingen sie wie eine Mischung aus Weezer und Blink-182 – schaffen es aber nicht, diese Form über das gesamte Album zu halten. Und so rauschen die 15 Tracks getragen von süßlichen Melodien und Stellas allzu lieblichen Vocals ohne Haken und Ösen am Hörer vorbei. Damit lässt sich heutzutage kein Punkrockfan mehr hinterm Ofen hervorlocken, wodurch die Texaner über eine Randnotiz unter fernen liefen wohl nicht hinauskommen werden.

Anspieltipps:

  • Phantom rider
  • There you are
  • Vacation/Vacate
  • Operation eyeslosed
  • This ain’t no beach party
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