Black Label Society - Shot To Hell - Cover
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Black Label Society Shot To Hell


  • Label: Roadrunner/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Pfui, Zakk, das ist gerade mal Durchschnitt. Mach doch einfach mal Pause!

Zakk Wylde ist nicht nur ein angsteinflößender Berserker, der als passionierter Alkoholvernichter bekannt ist. Der Ozzy-Osbourne-Gitarrist ist auch eine kompromisslose Arbeitsmaschine, die ständig auf Tour oder im Studio sein muss, um neues Songmaterial abzuliefern. Seine Band Black Label Society tritt dabei eher als Randerscheinung auf, da der Gute bis auf die Drum-Parts die meisten Instrumente allein einspielt. Dennoch finden neben Drummer Craig Nunemacher noch Bassist John DeServio und Gitarrist Nick Catanese Erwähnung.

Mit „Shot To Hell“ hat Zakk Wylde nun schon das siebte Studioalbum in sieben Jahren eingeholzt. Es erscheint bei Roadrunner Records, bei denen Herr Wylde seit einem halben Jahr unter Vertrag ist. Mit diesem Quasi-Major auf dem Heavy-Metal-Sektor im Rücken, werden den bisher über 1,4 Millionen verkauften Alben ganz sicher noch ein paar hinzukommen. Und damit das Ganze auch praktisch funktioniert, wurde mit Michael Beinhorn (Soundgarden, Ozzy Osbourne, Korn, Red Hot Chili Peppers) ein echter Star-Produzent angeheuert. Für die Soundabmischung war zudem Randy Staub (Lostprophets, Tommy Lee, 3 Doors Down, Nickelback) mit an Bord, der allerdings keinen ganz so guten Job abgeliefert hat. „Shot To Hell“ klingt nämlich ungewöhnlich breiig und wenig differenziert, und damit nicht wie eine Hardrock/Metal-Scheibe.

Damit reiht sich der Mix auf derselben Stufe wie das Songwriting ein, das alles andere als inspiriert klingt. Zakk Wylde schrubbt seine meistenteils langweiligen Riffs lustlos runter und bleibt dem schwachen Niveau des Vorgängers „Mafia“ (2005) treu. Nur selten sprengt der 39-Jährige seine selbstangelegten Fesseln und liefert mitreißende Songs wie „Black out world“, „Faith is blind“ und „Hell is high” ab. Doch diese Quote ist eindeutig zu gering!

Wer wie Zakk so viele Jahre mit Ozzy Osbourne verbracht hat, weiß, dass eine schicke Ballade die Verkaufszahlen ungemein ankurbeln kann. Denn so werden nicht nur die Metal-Heads auf ein Album aufmerksam. Was bei Ozzy mit „Dreamer“ (2002) ganz vorzüglich funktionierte, soll bei der Black Label Society mit „The last goodbye”, „Sick of it all“ bzw. „Nothing’s the same“ – also gleich drei (!) lupenreine Balladen – hinhauen. Die Stücke sind zwar nicht ganz so eingängig, aber ins Radio könnte sie es dennoch schaffen. Nur was hat das noch mit der „Alcohol fueled Brewtality“ der Black Label Society zu tun? Dann sollen die Herren lieber ungeniert den Sound von Ozzy Osbourne kopieren („New religion“), als solche Dünnbrettbohrer auf die Hardrock- und Metal-Gemeinde loszulassen. Pfui, Zakk, das ist gerade mal Durchschnitt. Mach doch einfach mal Pause!

Anspieltipps:

  • Hell is high
  • Black out world
  • The last goodbye
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