Matt Costa - Songs We Sing - Cover
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Matt Costa Songs We Sing


  • Label: Universal Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer gerne eine Zeitreise in die Musikgeschichte der 60er und 70er Jahre, gekreuzt mit Folkpop und Country der heutigen Zeit unternehmen möchte, sollte sich das Debütalbum von Matt Costa anhören. Nicht zufällig auf Jack Johnsons Label Brushfire Records erschienen, tourte der begabte Songwriter und Gitarrist mit Herrn Johnson weltweit. Dieses erstes Album wurde von Tom Dumont, seines Zeichens Gitarrist von „No Doubt“, im sonnigen Kalifornien produziert und Herr Costa komponierte und textete alle dreizehn Songs selbst. Als Band fungierten Drummer Adam Zuckert (Punkband F-Minus), als Gitarrist natürlich Tom Dumont, Mitchell Townshend an der E-Gitarre und Gabriel McNair (No Doubt Liveband) am Cembalo.

Der erste Track namens „Cold Dezember“ zeigt, dass Matt Costa doch noch einiges von seinem Chef und Kumpel Jack Johnson unterscheidet. Geradliniger Sixtiesrock, der richtig das Tempo anzieht, lassen einen hoffen, doch einen vielversprechenden Musiker kennen zu lernen. Der dritte Song „Sweet Thursday“ überrascht mit einem für den Kalifornier ziemlich harten Rockstampfer, der durch geschickte Tempowechsel viel Hörspaß bringt. Die sanfte Stimme Costas hat einige Varianten, die aufgrund der Vielfalt der dargebotenen Musikrichtungen auch positiv auffällt. Die Akustikgitarre spielt Matt Costa natürlich auch selbst und diese spielt oft die Melodiehauptrolle.

Der Löwenanteil der Songs bewegt sich also in ruhigeren Country- und Folkpopgefilden. Außerdem lugen die Beatles beim vorletzten Streich „Oh Dear“ durch die Komposition und der Schlusssong „Wash Away“ klingt eindeutig nach Paul Simon and Art Garfunkel, also harmonischer Popmusik. Zwischendurch wird „These Arms“ gereicht, das als eine schöne Pianoballade beginnt, um sich dann langsam zu steigern und in einem flotten gitarrendominierten Finale zu enden.

Das Talent, einfache Melodien in sehr abwechselungsreich klingende Arrangements zu verpacken, beherrscht Costa gut. Diese Kunstfertigkeit, auch den meist ruhigen Tracks, das entspannende und unterhaltsame Etwas zu geben, ist eindeutig vorhanden. Matt Costa lässt nicht eine billige Kopie der genannten Musikstile entstehen, sondern ein feines eigenes Werk. Der Longplayer weckt mit seinem musikalischen Konzept teilweise Erinnerungen an die letzte Supergrass-CD. Diese Qualität erreicht Matt Costa noch nicht völlig, aber der ehemalige Skateboardfahrer macht schon sehr hohe Sprünge, die für die Zukunft dieses Songwriters sehr viel erwarten lassen.

Anspieltipps:

  • Cold Dezember
  • Sweet Thursday
  • These Arms
  • Yellow Taxi
  • Behind the moon
  • Wash Away
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