Apiary - Lost In Focus - Cover
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Apiary Lost In Focus


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 44 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Sie benutzen ihre Jugend, ihre Leidenschaft und ihre Intensität, um ihre rohen Emotionen und Erfahrungen auszudrücken, wodurch die Band sich eine unzerstörbare Basis erschaffen will. Im Leben sind Veränderungen immer wieder notwendig. Neue Dinge entstehen und werden Teil von uns, wobei eine Sache einleuchtend ist: Ein Wechsel wird in Kürze im Leben vieler anstehen. Eine neue Generation hat den Horizont überstiegen. Und diese fünf hingebungsvollen Musiker blicken auf einen Horizont, der hell und leidenschaftlich strahlt. Bald wird der Wechsel seine vollen Farben zeigen: die Farben von APIARY.“ Was ist denn das bitte für ein schwülstiger Pressetext, der das Debüt von Jason Ingram (Gesang), Peter Layman (Gitarre), Mike McClatchey (Gitarre), Dave Small (Bass) und Adam Elliot (Schlagzeug) beschreiben will?

Ungeachtet dessen, dass „Lost in focus“ weder strahlt noch irgendwelche schillernden Farben zeigt, die fünf Jungs versuchen mit aller Wucht und Härte böse und aggressiv zu sein, scheitern aber schon vor der Halbzeit der Platte, da kein einziger Song wirklich markant heraussticht oder zumindest einen netten Einfall oder eine simple Melodie beinhaltet, an die man sich halten kann. Zeitweise erinnert Apiary mit dem komplexen Konstrukt aus polternder Bassdrum, langgezogenen Gitarrensalven und dem Organ von Ingram, der sich die Seele aus dem Leib schreit, als ob Omar Rodriguez von The Mars Volta seit neuestem auch eine Metal-Abteilung neben den ganzen Rock-Bands am Start hat. Im Großen und Ganzen verkommt die Platte je länger sie im Abspielgerät rotiert zu einem wüsten Klangbrei, der vom alltäglichen Lärm einer Großstadt nicht unterschieden werden kann.

Dabei liegt es nicht einmal an den einzelnen Mitgliedern, diese machen ihre Arbeit gut, wie zweifelsfrei zu hören ist, das Problem ist einfach, dass alle blindlings und ohne Rücksicht auf den anderen auf ihre Instrumente dreschen, was im Falle von „Lost in Focus“ zu keinem stimmigen Aufbau oder richtig zündenden Ideen führt, die Apiary aus der Masse der härter ans Werk gehenden Metalcore-Bands herausfiltern lässt. Ein Blick auf das Cover, nachdem der Platte dennoch ein paar Durchgänge gegönnt wurden, und Zustimmung macht sich breit, denn genauso vernebelt wie der Feldweg dargestellt ist, so verschwommen und ungreifbar sind die Songstrukturen der vorliegenden Platte. Komplexität hört sich definitiv anders an.

Anspieltipps:

  • Extract
  • Bliss In Vain
  • Fading Imprint
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