If Hope Dies - Life In Ruin - Cover
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If Hope Dies Life In Ruin


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wesentlich melodischer als andere zurzeit grassierenden Metalcore-Bands präsentieren sich If Hope Dies, fünf Mannen, die 1998 gegründet dem modernen Metal ihren eigenen Stempel aufdrücken wollen. Bereits gar keinen üblen Einstand vollbrachten Alan French (Gesang), Brandon Wakeham (Schlagzeug), Gary Mann (Bass), Thad Jackson (Gitarre) und Brian Ward (Gitarre) mit ihrem 9-Track-Debüt „Siege equipment for spiritual decline“ (12/2002), das nicht ganz ein Jahr später von „The ground is rushing up to meet us“ (10/2003) gefolgt wurde und durch Metal Blade im November 2004 eine remasterte Neuauflage erhielt.

„Life in ruin“ ist also schon der dritte Output des Fünfers aus Auburn, New York und laut Plattenfirma besteht das Dargebotene aus „melodischem Metal-Riffing, thrashend und druckvoll, kombiniert mit faustschlagartigen Drums, tighten Basslinien und aggressiven Lyrics mit sozialkritischen Bewusstsein.“

Zum Thema „faustschlagartige Drums“ muss allerdings gleich gesagt werden, wer das nicht cool, lässig oder sonst was findet, dem wird das plötzlich und druckvoll in den Vordergrund gemischte Drumset Wakehams nach kurzer Zeit (drei, vier Tracks) mächtig auf den Senkel gehen. Und außerdem: Haben Linkin Park auf diese Art und Weise nicht schon ihre Saiteninstrumente zerhackstückelt um möglichst innovativ zu klingen?

Wie dem auch sei, das fällt wohl in den Bereich „Geschmackssache“. Abgesehen davon tönen die elf Hassbatzen großteils im Eiltempo gerade nach vorn aus den Boxen und versuchen mit jaulenden Gitarren im Hintergrund die Songs untereinander unterschiedlich zu gestalten. Bei einem Durchschnitt von etwa 3:30 spricht allerdings nicht für die Band, dass nur auf das nächste Solo gewartet wird um Track 5 von 6 trennen zu können.

Überhaupt gibt es für eine Metalcore-Band im direkten Vergleich viel mehr Gitarrenarbeit, die in Solo-Gefrickel ausartet, was mitunter mehr an Heavy Metal denn an Hardcore denken lässt und „Life in ruin“ letztendlich doch noch einen interessanten Beigeschmack verpasst, der das Werk vor dem Durchschnitt rettet.

Anspieltipps:

  • Burned Out
  • Life In Ruin
  • Nuked From Orbit
  • Anthem For The Unemployable
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