The Classic Struggle - Feel Like Hell - Cover
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The Classic Struggle Feel Like Hell


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon einmal aufgewacht und das Gefühl verspürt alles wäre belanglos, vergessenswert und hätte sowieso keinen Sinn? Diesen miserablen Zustand will die im Mai 2002 gegründete Truppe The Classic Struggle in ihrem Debüt mit dem bezeichnenden Titel „Feel like hell“ als Ausgangslage nehmen und präsentiert darauf brachialen Metalcore mit Schlagseite zum Thrash. Wie alle anderen in letzter Zeit in das Genre hineingeplatzten Bands versuchen auch Tim Zlinsky (Gesang), Brandon Collins (Gitarre), Jason Shuping (Gitarre), Justin Blakey (Bass) und Tyler Solnosky (Schlagzeug) einen eigenen und einzigartigen Stil aufzubauen, der härter, zerstörerischer und trotzdem eingängiger klingt um die anderen Mitstreiter alt aussehen zu lassen.

Gleich zu Beginn bauen sie durch das Ineinanderfließen der einzelnen Instrumente eine Erwartungshaltung auf, in die Zlinsky mit seinem Organ eindringt und den „Death march“ beginnen lässt. Paradigmatisch für den Rest des Albums führt dieser Song vor, was der Hörer in der nächsten Stunde zu erwarten hat. Der Todesmarsch nimmt immer mehr an Fahrt auf, lässt bei der Hälfte der Zeit einer Gitarre freien Lauf, diese wird durch ein Kreischen gestoppt und eine polternde Metal-Lawine wird losgetreten. In dieser Manier holzen sich The Classic Struggle durch weitere 11 Tracks, die allerdings auch ruhige und gemächliche Passagen bieten, bevor ein Gitarren-Schlagzeug-Gewitter die Stille immer wieder zum Bersten bringt.

Dummerweise schaffen es die Herrschaften den einen oder anderen Song dadurch zur Mittelmäßigkeit verkommen zu lassen, dass sie ziellos vor sich her knüppeln, was nicht nur auf die Nerven geht, sondern auch die Wertung drückt. „Feel like hell“ bietet insgesamt aber trotzdem in etwa 8 der 12 Stücke einen dermaßen fetzigen Aufbau, das den Jungs durchaus eine längere Halbwertszeit im Metalcore-Genre zugetraut wird. Und außerdem: Wer einen solch romantischen Titel wie „It´s not about breaking hearts, it´s about breaking faces” auf ein Album packt, den muss man einfach zum Knuddeln gern haben.

Anspieltipps:

  • Claim Your Own
  • From These Eyes
  • The Forgotten End
  • It´s Not About Breaking Hearts, It´s About Breaking Faces
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