Cataract - Kingdom - Cover
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Cataract Kingdom


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon etwas länger als deftiger Metalcore-Act bekannt, sind Cataract. Veröffentlichten die Jungs ihr Debüt „Golem“ im Dezember 2000 noch beim amerikanischen Indie-Label Ferret Music und legten mit „Great days of vengeance“ (03/2003) bei Lifeforce Records nach, haben sie bei Metal Blade nun anscheinend ihr Zuhause gefunden. Denn nach „With triumph comes loss“ (09/2004) erscheint auch der neueste Metal/Hardcore-Klumpen der Schweizer Federico Carminitana (Gesang), Simon Füllemann (Gitarre), Greg Mäder (Gitarre), Michi Henggeler (Bass) und Ricky Dürst (Schlagzeug) unter derselben Flagge. Und „Kingdom“ ist ein mehr als weise gewählter Titel für den stürmischen vierten Longplayer, denn einen Namen in der Szene haben sie sich durch Auftritte mit Größen wie unter anderem Agnostic Front, Biohazard, Caliban, Hatebreed, Heaven Shall Burn, Sick Of It All und Six Feet Under schon gemacht, jetzt heißt es die versammelte Fanschar weiter zu beeindrucken und neue Anhänger in das knackige Schweizer Königreich einzuladen.

Äußerst stimmig legt das Quintett gleich zu Beginn mit einem halsbrecherischen Intro („Kingdom´s rise“) los und nachdem das Fundament gelegt wurde und ein undefinierbares Knacksen (ist es das Öffnen einer Cola-Dose, ein berstender Knochen, das Laden einer Waffe oder gar nichts von alldem?) dem Sturm Einhalt gebietet („War of cultures“), brennt die Luft und Shouter Federico und seine Mannen brettern in bester headbangender Manier durch den Mosh-Pit. Mit ruhigen Intros oder gemächlichen Über- oder Einleitungen halten sich Catarct auf jeden Fall nicht auf, denn auch der nachfolgende Track „On this graveyard“ baut nach nur einem Schlag eine mächtige Riffwand auf, die kurz durch einen melodischen Zwischenteil eingerissen wird, aber zusammen mit Carminitana, der auf dem ganzen Album durch die nötige Wut und Leidenschaft in der Stimme eine exzellente Leistung vollbringt, wieder in Erscheinung tritt.

Die anderen Stücke fetzen nicht weniger stark durchs Unterholz und machen „Kingdom“ zu einem wahrlich genüsslichen Ohrenschmaus. Einzig „Definition of the sacred“ bewegt sich statt an sattem Hardcorematerial und metallischem Eifer eher in Richtung Nu-Metal, das aber auch nur wegen dem filetierten Gezupfe an den Saiteninstrumenten diesen Eindruck hinterlässt. Das letzte Viertel klingt etwas beliebig und nach einigen Durchgängen hätte trotz druckvollem Arrangements und fetter Inszenierung ein bisschen mehr Abwechslung gut getan. Nichtsdestotrotz ist interessant, dass die Klangfarbe des Schlagzeugs von Dürst mit der des Metallica Drummers auf deren letzten Platte „St. Anger“ ähnlich ist. Das verleiht dem Ganzen einen zusätzlichen Hauch von Unverwechselbarkeit, es soll aber auch Menschen geben, die das schon bei Hetfield & Co. bemängelt haben.

Anspieltipps:

  • War Of Cultures
  • On This Graveyard
  • Tongues Spitting Hate
  • Definition Of The Sacred
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