The Traceelords - The Ali Of Rock - Cover
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The Traceelords The Ali Of Rock


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie Liquido, nur mit weniger Elektronik- und Keyboard-Firlefanz, dafür stilistisch zwischen allen Stühlen: Das Quartett The Traceelords aus Hagen im Ruhrgebiet liefert mit seinem dritten Album „The Ali Of Rock“ ein Konsensalbum der ganz überflüssigen Sorte ab. Die Plattenfirma nennt das „Glam Punkrock“ und faselt nach „Sex, Money, Rock’n’Roll!“ (11/2000) und „Refuse To Kiss Ass“ (06/2004) von der Vervollständigung einer Trilogie. Wir bezeichnen das ganz einfach einen gezielten Griff ins Klo.

Während der gesamten Spieldauer hat man das Gefühl, dass die Band nicht weiß, wohin sie will. Mit bemüht locker-lustigen Texten geht sie mal hart rockend („Watch me run“, „Some people are more comfortable in hell”), dann wieder extrem poppig („Sunflower“, „Too demanding“) zu Werke – aber kaum etwas kommt überzeugend rüber. Dabei ist die Produktion von Drummer Haan Hartmann und Gitarrist/Sänger Andy Brings (Ex-Sodom) richtig fett. Selbst die Gitarrenarbeit von Neuzugang Christof Leim (ein „Metal Hammer“-Redakteur) ist nicht zu verachten. Vor der Seite passt wirklich alles.

Dennoch wirkt das Album zerrissen. Denn wild zusammengewürfelt stehen Mitsinghits („My evil girlfriend“) neben treibenden Rockern („Instead“), folkigen Akustiksongs („Room for improvement“), Shantys mit Kinderchor („Mr. Marple“) und punkigen Nummern („Silver lining“). So kommt wenigstens keine Langeweile auf und man könnte sogar von einer unheimlichen Vielfalt schwärmen. Aber so recht nimmt man den Traceelords das Ganze nicht ab. Fesseln, wie der Waschzettel behauptet, kann „The Ali Of Rock“ jedenfalls nicht. Viel mehr klingt das Werk nach blankem Kalkül bzw. einer schlechten Mischung aus J.B.O. und Edguy, bei der nach gutem Schütteln ein weiteres Nervensägenprojekt á la Liquido herauskommt.

Anspieltipps:

  • Watch me run
  • Too demanding
  • My evil girlfriend
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