Eisheilig - Elysium - Cover
Große Ansicht

Eisheilig Elysium


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie muss man eigentlich drauf sein, wenn man wie Eisheilig versucht, den Sound und die Ästhetik anderer Bands wie Rammstein und Type 0 Negative beinahe eins zu eins zu kopieren und sich dann auch noch darüber beschwert, mit eben jenen Acts verglichen zu werden? Dabei hört doch jede taube Nuss, dass die Bochumer Jungs von Eisheilig mit ihrem teutonischen Düster-Rock im getragenen Midtempo ganz dicht auf der Spur ihrer erfolgreichen Kollegen sind.

Diese Situation herrscht nicht erst seit ihrem neuen Werk „Elysium“, sondern schon seit ihrem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 2001 und dem Nachfolger „Die Garten des Herrn“ (11/2003). Der einzige Unterschied zu früher: Durch ihr neues Label Drakkar (SonyBMG) konnten sich Dennis Mikus (Gesang), Till Maiwald (Gitarre), Niklas Peternek (Bass) und Dominik Sapia (Drums) eine amtliche Dicke-Hose-Produktion leisten, die das eisheilige Klangerlebnis deutlich aufwertet.

Trotzdem: Hört man sich Songs wie „König der Planeten“, „Fährmann“, „Sturm“ oder den Titeltrack „Elysium“ an, mag man seinen Ohren kaum trauen. Mit brettharten Metal-Gitarren, griffigen Synthie- und Keyboard-Flächen und herrrrlich düsterrrren Till-Lindemann-Vocals („Sturrrrm“), pflügen Eisheilig durch die überbreite Fahrrinne der Ostberliner Dark-Metaller von Rammstein. Für Fans dieses Sounds ist „Elysium“ deshalb keine verkehrte Anschaffung. Die Liebe-Tod-Und-Teufel-Lieder von Eisheilig stehen den rammsteinschen Wuchtbrummen nämlich in nichts nach. So sind Einfälle wie das Break mit den knatternden Gitarren in „Lucifer“ oder der gebetsartige Gesang in „Dein Traum“ wirklich gelungene Stilmittel. Da gibt es nichts zu meckern.

Anspieltipps:

  • Sturm
  • Lucifer
  • Elysium
Neue Kritiken im Genre „Gothic-Rock“
5/10

MTV Unplugged: Unter Dampf - Ohne Strom
  • 2015    
Diskutiere über „Eisheilig“
comments powered by Disqus