Dead Celebrity Status - Blood Music - Cover
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Dead Celebrity Status Blood Music


  • Label: Bodog Music/EDEL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dead Celebrity Status ist ein junges Rap-Rock-Trio aus Toronto, Kanada, bestehend aus dem Marokkaner Yassen Taalat, dem Kanadier Bobby McIntosh und DJ Dopey von den Philippinen. Die Burschen sind seit 2002 unter diesem Namen aktiv, aber schon länger in der kanadischen Musikszene verankert. Jetzt sollen Dead Celebrity Status offenbar so richtig durchstarten, denn ihr Label „Her Royal Majesty’s Records“ scheint recht hohe Erwartungen an die Jungs zu haben. Auf den ersten Blick wurde nämlich jede Menge Geld in das Debütalbum „Blood Music“ gesteckt.

Produziert in Los Angeles von Danny Saber (David Bowie, Rolling Stones, U2, Black Sabbath, Public Enemy, Busta Rhymes), wurde eine ganze Aramade an berühmten Gästen verpflichtet. Als da wären: Label-Kollegin Bif Naked, Jung-Soulstar Joss Stone, Gitarrenrocker Dave Navarro (Jane’s Addiction, Ex-Red Hot Chili Peppers), Bassist Twiggy Ramirez (Ex-Marilyn Manson), DJ Lethal (Limp Bizkit, House of Pain) und Drummer Steve Perkins (Jane’s Addiction). Damit hat die Presse schon mal ordentlich was zu schreiben und die Leute da draußen ein paar Anhaltspunkte. Doch ob das Trio in Zeiten moderner Studiotechnik und Internet überhaupt einen ihrer Gäste zu Gesicht bekommen hat? Wir wissen es nicht. So ein Gitarrenriff lässt sich heutzutage schließlich auch per Email verschicken.

Vor gefühlten 100 Jahren gab es schon mal eine Rap-Rock-Welle, die der Vorbote für unzählige Nu-Rock- und Metal-Acts war. Dass der Rap dabei irgendwann auf der Strecke geblieben ist, who cares!? Dead Celebrity Status sind jedenfalls ganz eindeutig im HipHop/Rap zuhause und nutzen die prominente Unterstützung an Gitarre/Bass/Schlagzeug lediglich als Garnitur für ihre Old-School-Sounds. Das klingt natürlich weder besonders neu, noch hat das Trio ein paar echte Hits auf der Pfanne. Selbst die Texte, die sich rund um ihr Leben drehen und damit sehr realitätsnah sind, können nicht wirklich eine Beziehung zu den Songs aufbauen.

Dennoch geben sich die Kanadier Mühe und klingen in den besten Momenten so melodramatisch wie Eminem („If these walks could talk“), cool wie die Beastie Boys in ihrer Hardcore-Old-School-Phase („Back to 88“) oder offenbaren Parallelen zum „MTV Ultimate Mash-Up“ zwischen Linkin Park und Jay-Z („Messiah“). Jetzt heißt es abwarten. Sollte ein Song tatsächlich als Single funktionieren, hat das Album eine Chance. Ansonsten ist der retrospektive Mix aus Rock und Rap wohl zum Scheitern verurteilt.

Anspieltipps:

  • Erica
  • Back to 88
  • We fall, we fall
  • While I was asleep
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