Will Young - Keep On - Cover
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Will Young Keep On


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 53 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach „Friday’s Child“ (2003), Album Nummer zwei, gab es eine längere Pause, die nun von „Keep On“ beendet wird.

Da kannst du noch so gut sein – als Casting-Act bist du auf ewig gebrandmarkt und wirst von ganz vielen einfach nicht richtig ernst genommen. Will Young ist auch so ein Geächteter: Erster Gewinner von Englands „Pop Idol“ vor vier Jahren und auf der Beliebtheitsskala britischer Fans inzwischen auf einer Stufe mit Robbie Williams.

Seine erste Single „Anything Is Possible/Evergreen“ verkaufte bereits am ersten Tag mehr Einheiten in England als je ein Song zuvor, gefolgt von vier weiteren Nummer-1-Hits. Sein erstes Album „From Now On“ (2002) ging in seiner Heimat insgesamt mehr als 850.000 Mal über den Ladentisch. Er trat vor der Queen im Buckingham Palace auf, wurde als „Bester Newcomer“ mit einem Brit Award ausgezeichnet und landete Top-5-Hits in ganz Europa.

Nach „Friday’s Child“ (2003), Album Nummer zwei, gab es eine längere Pause, die nun von „Keep On“ beendet wird. Doch an der Grundproblematik hat sich auch heuer nichts geändert. Denn sehr gut singen können sie ja alle, die Gewinner von Casting-Shows. Doch das reicht natürlich nicht. Wie bei jedem anderen Künstler auch, hängt der Erfolg von der Qualität der Songs ab. Und da sind die meisten Interpreten vom Wohl ihrer Songwriter anhängig. So auch der gute Will.

Will Young hat zwar an den 12 Songs auf „Keep On“ fleißig mitgeschrieben, doch das Ergebnis ist nicht mehr als ein nettes Popalbum mit ein paar souligen Zutaten („Who Am I“), schönen Bläserriffs („Think it over“), großen Balladen („All time love“) und astreinen Pophits („Madness“). Wie gesagt, alles ganz nett. Aber irgendwie fehlt Will Young eine eigene Identität, mit der er sich von anderen Künstlern abhebt. Seine Stimme ist gut, aber unauffällig. Seine Texte im Vergleich zu den oftmals sehr persönlichen Inhalten eines Robbie Williams äußerst harmlos. So wie das gesamte Album eher harmlos ist. Es plätschert so dahin, ohne den Hörer wirklich zu erreichen.

Anspieltipps:

  • Who Am I
  • All time love
  • Think it over
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