Shadows Fall - Fallout From The War - Cover
Große Ansicht

Shadows Fall Fallout From The War


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach nunmehr zehn Jahren Bandgeschichte und sechs Veröffentlichungen mit stetig steigenden Verkaufszahlen , steht das Heavy-Metal-Quintett aus Massachusetts kurz vor dem weltweiten Durchbruch. Da ist es nur normal, dass die Majors an die Tür der Band klopfen und mit großen Geldbündeln wedeln. Demnach ist „Fallout From The War“ das letzte (vertragserfüllende) Album von Shadows Fall auf den Century Media Label.

Nach einer Grammy-Nominierung für „What drives the weak“ als „Best Metal Performacne 2005“, über 250.000 verkauften Einheiten ihres letzten Studiowerks und Auftritten u.a. beim Ozzfest sowie Rock am Ring und dem Download Festival in Dänemark, legen Shadows Fall mit dieser Anfang 2006 eingespielten Songsammlung sechs übriggebliebene Stücke aus den „The War Within“-Sessions, neu aufgenommene B-Seiten, sowie drei ans Ende des Albums gehängte Coverversionen von der Bostoner Band Only Living Witness („December“), der New Yorker Hardcore-Legende Leeway („Mark of the squealer“) und den Dangerous Toys („Teasn’, pleasn’“) vor.

Produziert wurden die elf Tracks wiederum von Bandkumpel Zeuss (Hatebreed, Sworn Enemy, 100 Demons, Agnostic Front) in den Planet Z Studios in Massachusetts. Dabei gingen Brian Fair (Gesang), Matthew Bachand (Gitarre), Jonathan Donais (Gitarre), Paul Romanko (Bass) und Jason Bittner (Drums) so aggressiv wie nie zuvor zur Sache. Wie es sich für ein Aushängeschild des New Wave of American Heavy Metal gehört, donnern die Gitarren tonnenschwer aus den Lautsprechern, flankiert von irrwitzigen Double-Bassdrum-Gewittern und tiefen Growl aus dem Keller des Thrash Metal, wenngleich die meisten Songs nicht unbedingt zu absoluten Sternstunden des Genres zählen. Denn wie immer, wenn liegengebliebenes Sessionmaterial verwendet wird, wird die ursprüngliche Nichtberücksichtigung triftige Gründe gehabt haben.

Doch genauso wenig, wie man die „Reload“-Songs von Metallica oder die „Steal This Album!“-Platte von System Of A Down mit dieser Begründung in die Schornstein pfeffern darf, ist auch bei „Fallout From The War“ zu erkennen, welches Talent in der Band steckt. Mit klar strukturierten Riffattacken („In effigy“), melodischen Elementen („This is my own“), behutsam eingestreuten Prog-Spielereien („Deadworld“) und einer durchgehende Härte, die keine Rücksicht auf kommerzielle Aspekte legt, donnern die Amerikaner durch ein kurzweiliges Thrash-Album, das Century Media den Abschied von ihren Top-Sellern finanziell versüßen sollte.

Anspieltipps:

  • In effigy
  • December
  • Deadworld
Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7/10

Seasons Of The Black
  • 2017    
6/10

The Devil Strikes Again
  • 2016    
Diskutiere über „Shadows Fall“
comments powered by Disqus