Somersault - Paper Walls - Cover
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Somersault Paper Walls


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Paper Walls“ ist nicht wirklich ein Innovationshammer, aber besonders als Entspannungsmusik bzw. zum Einschlafen – was nicht despektierlich gemeint ist – sehr gut geeignet.

Für diejenigen, die sich beim Thema Somersault ein wenig auskennen, wird die erste Frage bei einem neuen Album wohl immer lauten: „Ist er mit dabei?“ Weshalb das so ist und wer überhaupt „er“ ist, das verraten wir mit diesen Zeilen. Denn hinter dem Projekt Somersault verbirgt sich Gudrun Mittermeier, die Ehefrau von Deutschlands Top-Comedian Michael Mittermeier. Und da will natürlich jeder sofort wissen, ob der berühmte Gatte seine Finger mit im Spiel hat. Und um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Ja, er hat! Allerdings ist das Ganze weit weniger aufregend, als mancher nun denken mag. Denn der gute Herr hat lediglich bei einem Song die Gitarrenarbeit übernommen. Also Ball flach halten und weitermachen.

Somersault (deutsch für Salto) präsentiert mit „Paper Walls“ ihr zweites Album, nachdem sie mit „By Your Side“ (09/2003) bereits einen ersten Achtungserfolg erzielen konnte. An den Stücken arbeitete sie in London mit Blur-Drummer Dave Rowntree und Damian LeGassick (William Orbit, Madonna, Melanie C.), sowie in Stockholm mit Magnus Fridh und in München mit Martin Kursaw. Produziert wurde „Paper Walls“ von Jörn Heilbut, Stephan Gade und Andreas Herbig.

Vom Sound erinnern viele Songs an die schwedische Sängerin Sophie Zelmani („Love Affair“), wobei die meisten Stücke von der gegensätzlichen Kombination aus federleicht schwebenden, sonnigen Melodien („Like one“) und düsteren, ängstlichen Texten, die von Selbstzweifeln und Verletzbarkeit handeln, geprägt sind („Slow motion suicide“). Sie sind zurückhaltend und ohne Schnickschnack arrangiert und schmeicheln sich auf angenehme Weise ins Gehör ein. Da fährt der Besen sanft übers Schlagzeug, es spielen Celli und Violinen, auch die Akustikgitarre ist immer mit dabei und manchmal auch eine Pedal Steel Gitarre.

Zugegeben, das ist nicht wirklich ein Innovationshammer, aber besonders als Entspannungsmusik bzw. zum Einschlafen – was nicht despektierlich gemeint ist – ist „Paper Walls“ sehr gut geeignet. Und das ist immer noch besser als ein Album, bei dem der Hörer schon nach kurzer Zeit feststellt, dass er eigentlich gar nichts damit anfangen kann.

Anspieltipps:

  • Freezing
  • Like one
  • Not in this world
  • Slow motion suicide
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