Strapping Young Lad - The New Black - Cover
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Strapping Young Lad The New Black


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

So richtig glauben kann man es noch immer nicht. Er hat tatsächlich eine Pause angekündigt! Sänger, Songwriter, Gitarrist, Produzent, Label-Besitzer und Extrem-Arbeitsmaschine Devin Towsend will endlich etwas kürzer treten. Kein Wunder, bei dem Tempo. Vor einem halben Jahr erschien mit „Synchestra“ (01/2006) ein neues Album der Devin Townsend Band. Jetzt liegt bereits das fünfte Studiowerk von Strapping Young Lad, „The New Black”, vor.

Ein anderer wäre vermutlich schon längst in die Knie gegangen. Aber nicht Devin Townsend. Der Kanadier legt nach dem gemäßigteren DTB-Werk „Synchestra“ jetzt wieder ein volles Thrash-Pfund nach, mit dem sich Strapping Young Lad jetzt auch kommerziell in der ersten Liga etablieren könnten. Die Zeiten, dass SYL als reines Zweit- bzw. Underground-Projekt angesehen wurde, sind nämlich schon mit dem 2005er Album „Alien“ vorüber. Schon damals musste das Dampfhammer-Gebolze des Vorgängers „SYL“ (2003) kleinen, vertrackten Spielerein weichen. Jetzt gibt es wiederum elf progressiv angehauchte Prügelorgien zu bestaunen, die sich von den Songs des Debüts „Heavy Is A Really Heavy Thing“ (1995) mitunter recht deutlich entfernt haben, ihr Zuhause aber immer noch in den brutalen Untiefen des Thrash Metal haben.

Das verrückte Genie hat „The New Black“ zusammen mit Jed Simon (Gitarre), Byron Stroud (Bass), Gene Hoglan (Drums) und Willy Campagna (Keyboards) eingespielt – ein eingespieltes Team, das dafür sorgt, dass es musikalisch wie immer kaum Grenzen gibt. Treibende Double-Bass-Attacken („Decimator“) jagen angejazzte Tracks mit Bläsern, Flöten und zackigen Breaks („Antiproduct“). Fette Midtempo-Groover („Fucker“) duellieren sich mit überraschend melodiösen Hardrockern („Monument“) und fiesen High-Speed-Geschossen, die gesangstechnisch zwischen Death Growls, heiserem Brüllen und operettenhaftem Geträller changieren („Wrong side“). Der totale Wahnsinn, bzw. typisch Devin Townsend. Nichts für schwache Nerven!

Anspieltipps:

  • Fucker
  • Plyophony
  • Monument
  • Far beyond metal
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