JR Ewing - Maelstrom - Cover
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JR Ewing Maelstrom


  • Label: Motor Music/WEA
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt Bands, die tüfteln Ewigkeiten an ihrem Namen. Und dann gibt es Bands, welche sich den möglichst bescheuerten wählen, mit der Aussicht, so oder so nicht lange zu existieren. Dumm nur, wenn dass dann doch anders kommt als man denkt. Wie im Falle von JR Ewing.

Maelstrom. A violent or turbulent situation; caught in the maelstrom of war. Schöner und passender hätten JR Ewing ihr neues Album nicht taufen können. Verändert haben sie sich. Sagen sie selbst. Sagen auch wir. Zu lange habe sich die Band zu loyal an die Hardcore Szene geklammert. Nun brechen sie aus. Und wie. Bereits mit dem hochklassigen Ride Paranoia setzte die Band ein Zeichen und machte so manchen Leuten klar, dass sie trotz ihres bewusst bescheuerten Namens eine verdammte Rockmaschine sind. Da lassen sich sogar seriöse Rezensenten zu Fluchwörtern hinreissen...

JR Ewing haben sich selbst gefunden. Bereits mit dem Opener „Change Is Nothing – Everything Is“ fegen sie drauflos, nicht mehr durch die Decke wie früher, sondern durch die Tür. Anstand haben sie mittlerweile, auch wenn die Tür zerschmettert am Boden liegt. Der Wille zählt. Es geht hochkarätig weiter und in jedem Song gibt es Neues zu entdecken. Den Hardcore haben sie nicht ganz hinter sich gelassen und lassen sie die Fender Gitarren doch brachialer wirken als sonst so manche Hardocre Combo. Die ganze Platte strotzt nur so vor Energie, was die Band im grandiosen „Pitch Black Blonde“ eindrücklich unter Beweis stellt und der Musik ihre ganz spezielle, persönliche Note geben.

Mit Maelstrom hat die Band ihr bislang bestes Album geschaffen. Sie werden zwar durch dieses Werk manchen Fan verloren, dafür jedoch auch zahlreiche neue Fans gewonnen haben. Die musikalische Weiterentwicklung aus der Sackgasse Hardcore hat die Band auf alle Fälle grandios vollführt, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Quasi ein melancholischer Abgesang auf sein früheres Selbst. Das sind nicht mehr nur JR Fuckin’ Ewing – hier sind wahre Musiker am Werk.

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