Hard-Fi - In Operation - Cover
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Hard-Fi In Operation


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 140 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Es wird ja gern behauptet, dass die Welt immer schnelllebiger wird. Dieser Umstand ist an vielen Dingen des Lebens abzulesen – so auch an der Musik. Ein gutes Beispiel ist die Band Hard-Fi aus Staines bei London, die im letzten Jahr mit ihrem Debütalbum „Stars Of CCTV“ (08/2005) Furore machte (mehr als 750.000 verkaufte CDs, vier Top-20-Singles im UK) und jetzt, ein halbes Jahr nach dem Debüt, schon den nächsten Streich auf die Fans loslässt.

Okay, das hat es früher auch schon gegeben. In den Sechzigern war es z.B. gar nicht mal ungewöhnlich, zwei Alben pro Jahr abzuliefern. Nur handelte es sich dabei immer um neue Musik. Im Falle von Hard-Fi (und nicht nur bei dieser jungen Band) wird die Flamme am Lodern gehalten, indem schnellstmöglich DVDs mit Live- und Doku-Material bzw. Live- oder Remix-Alben auf den Markt geschmissen werden. Oder einfach alles zusammen, wie auf „In Operation“, dem Rundum-Sorglos-Paket aus CD und DVD.

Darauf gibt es ein komplettes Konzert („Live at the Astoria“) vom Dezember 2005 zu sehen und hören (inklusive des neuen Tracks „You and me“ und der White-Stripes-Coverversion „Seven nation army“), eine Mini-Dokumentation von Channel 4 („In Operation“), jede Menge „Behind the Scenes“-Material, das EPK zu „Stars Of CCTV“, alle bisherigen Videos inkl. des versteckten „Cash machine“-Clips, der in einer wilden Aktion am Flughafen Heathrow gedreht wurde, sowie die neuen Videos „Tied up too tight“ und „Better do better“.

Abgerundet wird das Ganze durch eine volltanzbare 35-minütige CD mit nagelneuen Dub-Versionen einiger Songs des Debüts. Das bedeutet, dass die Gitarren noch weiter zurückgefahren und gegen eine Endlosschleife Dub eingetauscht wurden. Lediglich „Seven nation army“ rockt amtlich aus den Lautsprechern. Verantwortlich für diese Tracks sind Wrongtom (Stars) und Wolsey White (Bennet, Departure Lounge). Deshalb ist Vorsicht geboten, denn hier kommen wohl nur Dub- und Reggae-Puristen auf ihre Kosten. Dennoch geht diese Kopplung durchaus in Ordnung, wobei wir uns eine detaillierte Sezierung des Astoria-Auftritts an dieser Stelle sparen wollen.

Anspieltipps:

  • Cash machine
  • Better do better
  • Seven nation army
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