Voivod - Katorz - Cover
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Voivod Katorz


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Let´s rooooooll all night long / Always pushing it to the X-Stream“

„Not many bands deserve to be labelled „legends“, but Voivod are definitely one of these bands“ erklärt die Plattenfirma gleich zu Beginn. Ausnahmsweise hat sie mal recht, denn obwohl die Truppe mit keinem ihrer Alben wirklich durchgestartet ist oder nennenswerte Charterfolge erzielen konnte, sie hat, genauso wie Pink Floyd allein mit ihrem Debüt „The piper at the gates of dawn“, unzählige Musikschaffende beeinflusst, die daraufhin den Sound von Voivod kopieren und imitieren wollten, der als Cyber Thrash oder Space Metal bekannt wurde. Seit der Gründung 1982 gab es bereits einige Lineup-Wechsel, der Neuzugang 2002 am Bass sorgte allerdings für gespitzte Ohren, war es schließlich niemand geringerer als Ex-Metallica-Bassist Jason Newsted, der sich der traditionellen Namensgebung nach „Jasonic“ nannte.

So groß die Freude über den neuen kreativen Input in der Band war so schnell wurde dieser wieder getrübt als Gitarrist und Gründungsmitglied Denis „Piggy“ D´Amour 2005 an Darmkrebs starb. Die gesamten Akkorde für „Katorz“, das vierzehnte Werk der Band („quatorze“ heißt vierzehn auf Französisch), waren allerdings schon fertig auf seinem Laptop und der letzte Wunsch des 45-Jährigen war, dass die Arbeit fertig gestellt wird und diese das Licht der Plattenläden erblickt. Die restlichen Mitglieder Denis „Snake“ Belanger (Gesang), Jason „Jasonic“ Newsted (Bass) und Michael „Away“ Langevin (Schlagzeug) ließen sich nicht lange von der Trauer unterkriegen und vervollständigten die zehn Stücke.

Auf dem Ergebnis „Katorz“ ist nichts davon zu hören, dass die Gitarrenspur von Piggy gesondert von den anderen eingespielt worden war und trübt daher keinesfalls den Höreindruck, der nach all den Jahren unverändert ist. Konnte man sich jemals für die Alben von Voivod begeistern und wurde von ihrem einzigartigen, rauen und geschwärzten Klang überzeugt, dann wird auch der neueste Streich ein Leckerbissen sein, obwohl in einigen Tracks streng gesehen nicht viel passiert. Dafür bescheren uns die Herrschaften mit „The X-Stream“ einen perfekten Song um auf der Autobahn das Gaspedal durchzutreten und dem Geschwindigkeitsrausch Anheim zu fallen während der Track auf voller Lautstärke aus den Boxen kracht. Wie heißt es darin so schön: „Let´s rooooooll all night long / Always pushing it to the X-Stream“

Anspieltipps:

  • After All
  • No Angel
  • Mr. Clean
  • The X-Stream
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