Titiyo - A Collection Of Songs - Cover
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Titiyo A Collection Of Songs


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 73 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Hierzulande ist die Halbschwester von Neneh und Eagle-Eye Cherry mit dem bürgerlichen Namen Titiyo Yambalu Felicia Jah, kurz Titiyo, vor allem durch einen Song bekannt, der in ihrem Heimatland Schweden durch 1.000 Wochen Radio-Airplay sogar den bekanntesten Pop-Export ABBA überbieten konnte. „Come along“, dieser wunderhübsche, leicht bekleidete Track, der 2001 in allen möglichen Ländern auf und ab gespielt wurde ohne langweilig zu werden, wirft nun seinen Schatten voraus, wenn es darum geht die Zusammenstellung „A Collection of songs“ zu erschließen, die einen durchaus passablen Querschnitt durch das bisherige Schaffen der 38-Jährigen gibt.

In Schweden bereits unter dem Namen „Best of Titiyo“ veröffentlicht entert die Compilation nun erst dieses Jahr die deutschen Plattenläden. An den Anfang wurde der einzige zur Gänze neue Track „Lovin´ out of nothing“ gestellt, der durch seine Glöckchen-Melodie und die luftig-lockere Produktion sehr eingängigen Charakter besitzt und den Hörer gleichermaßen in das Sofa kuscheln lässt. Den zweiten Kaufanreiz, für solche die bereits alle Veröffentlichungen von Titiyo besitzen, stellt das Fiction Factory-Cover „Feels like heaven“ dar, das allerdings im Vergleich zum Original etwas an Charme einbüßt und eher für verhaltene Euphorie sorgt.

Der Rest stammt entweder vom selbstbetitelten Debüt aus 1989 („Man in the moon“, „Flowers“), vom 1993 erschienenen Zweitling „This is“ („This is...“, Make my day“, „Defended“, „Never let me go“), dem vier Jahre später veröffentlichtem Werk „Extended“ („Secret“, „Before the day“, „Comin´ home“, „Misunderstood“) oder dem darauffolgenden, international erfolgreichen Output „Come along“ von 2001 („Come along“, „1989“ , „Love has left your eye“). Außerdem wurden noch drei Tracks draufgepackt, die bislang nur im schwedischen Raum erhältlich waren und zwar „We vie“, eine Kollaboration mit Stakka Bo, dem Fleshquartet & Naid, der Beitrag „A change is gonna come“ für den Sampler „För Amnesty“ und „It should have been you“, der aus dem Projekt Blacknuss entstanden ist und auf der „Made in Sweden“-Compilation enthalten war.

„Neneh (Cherry, ihre Halbschwester; Anm. d. Red.) hat mich anfangs sehr unterstützt und mir so den Einstieg erleichtert, doch den größten Teil meines Weges musste ich natürlich alleine gehen. Ich bin in einem sehr multikulturellen Umfeld aufgewachsen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Soul, Jazz und African Music, aber auch Hip Hop und Swingbeat meine stärksten musikalischen Wurzeln sind.“ – Besser kann die Stilvielfalt von „A Collection of songs“ nicht beschrieben werden und führt man sich das beherzte „Love has left your eye“, das jazzig angehauchte „Man in the moon“ oder den Song „Misunderstood“, der aufgrund des TripHop-lastigen Unterbaus aus einer Session mit Massive Attack stammen könnte, zu Gemüte, dann entsteht der Eindruck, es handelt sich nicht um eine Zusammenstellung, sondern um ein wohlüberlegtes Popalbum, das mit kleinen Gesten und samtener Stimme dem Hörer schmeicheln soll.

Anspieltipps:

  • Defended
  • Come Along
  • Misunderstood
  • Lovin´ Out Of Nothing
  • Love Has Left Your Eye
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