Zero 7 - The Garden - Cover
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Zero 7 The Garden


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zero 7 – eine Unterkunft irgendwo an einem Strand in Honduras. Irgendwo dort wo sich Sam Hardaker und Henry Binns vor einigen Jahren den Urlaub teilten und beschlossen haben, ihr zukünftiges Projekt gleich so zu taufen wie die Hütte in der sie Kost und Logis bezogen. Anno 2006 ist der Act als die „britischen Air“ bekannt und verzeichnete mit den Werken „Simple things“ (05/2001) und „When it falls“ (03/2004) Achtungserfolge, die mit dem dritten Werk „The garden“ (der Titel bezieht sich auf die Collage, die das Cover ziert: „Sie besteht aus Teilen einer alten Tapete und anderem Zeug, das weggeworfen wurde. Es ist ein überwachsener und irgendwie mysteriöser Garten. Vielleicht geht es um Erfahrungen. Ich denke es schafft gleichzeitig etwas wunderschönes und hat nichts mit Gartenarbeit zu tun.“) einen hinzubekommen sollen, auch um als eigenständig erachtet zu werden statt als Abziehbild des französischen Soundtüftler-Duos zu gelten.

Leichtfüßig und mit einer Akustikgitarre bewaffnet eröffnet „Futures“ den unbeschwerten Reigen voll mit schwebenden, luftigen und sphärischen Melodien, die im Garten der Briten bereits ab „Throw it all away“ gehörig zu wüten beginnen und im instrumentalen Track „Seeing things“ übereinander geschichtet werden. Walzerartig gebärdet sich „The pageant of the bizarre“, das in den für Zero 7-Verhältnisse geradezu schweißtreibenden Song „You´re my flame“ mündet. Nach einer kurzen einminütigen Überleitung („Left behind“) beginnt das mit hohem Soul-Faktor belegte, gemächliche „Today“, bevor „This fine social scene“ die fingerschnippende, mehrstimmige Überleitung für „Your place“ bildet, welches innerhalb seiner 6 Minuten durch eine jazzige Grundfarbe mit den ersten Solo-Gesangsversuchen von Binns aufwartet und mehr und mehr zu gefallen weiß.

Im Anschluss daran erklingt „If I can´t have you“ mit einer wehklagenden Sia Furler, die neben José González die gesanglichen Parts auf „The garden“ übernimmt, bis sich „Crosses“ als zweiter 6-Minüter ausreichend viel Zeit nimmt um Spannung aufzubauen, die allerdings auf dem Zenith ein wenig enttäuscht. „Waiting to die“ ist dann für einen runden Abgang verantwortlich, damit das dritte Werk von Zero 7 nach dem langen vorhergehenden Stück nicht schwer im Gehörgang liegen bleibt. Somit ist den zwei Herren Binns und Hardaker mit ihrem Nachfolger zu „When it falls“ ein bezauberndes, im Vergleich zum Vorgänger etwas flotteres Album gelungen, das trotzdem für verträumte Stunden zu zweit als unaufdringliche Untermalung dienen, den ruhigen Ausklang eines Tages versüßen oder als Musik zum Schlummern verwendet werden kann.

Anspieltipps:

  • Your Place
  • You´re My Flame
  • Throw It All Away
  • The Pageant Of The Bizarre
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