Giuseppe - Herz-Prinzip - Cover
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Giuseppe Herz-Prinzip


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Ich bin nicht Shakespeare oder Einstein / Bin nicht Picasso oder Bach / Doch eins kannst du mir glauben / Ich vermiss dich jede Nacht / Was hab ich nur mit uns gemacht / Warum bist du nicht bei mir / Hab mich selbst um den Verstand gebracht / Wo bist du / Ich vermiss dich wie die Hölle / Hey, du fehlst mir hier total / Ich vermiss dich wie die Hölle / Jeder Tag ist eine Qual / Ob nun Shakespeare oder Goethe / Die sind mir doch scheißegal / Denn ich vermiss dich wie die Hölle / Und du fehlst mir so total“ – Was anno 2000 als Einzelfall noch für vehementes Kopfschütteln sorgte ist heute beinahe alltäglich geworden. Die erste Staffel „Big Brother Deutschland“ war angelaufen und sowohl die Einschaltquoten als auch das mediale Interesse erreichte im Vergleich zu heute schwindelerregende Höhen. Der muskulös gebaute Mazedonier Zlatko „Sladdi“ Trpkovski war einer der ersten der sich vom Nobody zu einer öffentlichen Persönlichkeit entwickelte und als er trotz des erworbenen Berühmtheitsgrades den Container verlassen musste, kam er einfach auf die Idee den Song „Ich vermiss dich“ aufzunehmen, ohne Rücksicht auf seine nicht vorhandenen Fähigkeiten als Sänger.

Sechs Jahre und unzählige Singles, Alben und Fan-Accessoires einiger Big Brother-Bewohner der letzten Staffeln später tritt nun auch Giuseppe Pelegrino nach seinem Ausscheiden musikalisch in Erscheinung und veröffentlicht zuerst für seine im BB-Dorf gefundene Liebe Ginny die Single „Gib mir nur ein bisschen Zeit“, der ungefähr zwei Monate später das dazugehörige Album „Herz-Prinzip“, das (wie könnte es anders sein) seiner Ginny gewidmet ist, folgt. Darauf intoniert Giuseppe Songs über Liebe („Wahre Liebe“, „Nur mit dir“, „Heute Nacht“, „Bleib bei mir“, „1000 Mal“), das Verliebt sein (Ich will“, „Principessa“), das richtige Girl („So heiß“, „California girl“), die richtigen Partys („Afterparty“) und vor allem darf ein bisschen Selbstdarstellung, wie im Intro zu „Herz-Prinzip“ enthalten, nicht fehlen.

Musikalisch bewegt sich das Ganze, abgesehen von der zwar unbrauchbaren, aber keineswegs nervtötenden Stimme eines Küblfrosches, auf dem bisherigen Big Brother-Einheitsbrei-Niveau, wenn auch taufrischer als zu Zlatkos Zeiten. Trotzdem werden viele schon beim Intro dermaßen herzhaft, aufgrund der innewohnenden Peinlichkeit des Textes, lachen, sodass die Tränen quasi vorprogrammiert sind, wenn schon nicht das Cover für einen Lachkrampf sorgte. Wieso sich die armen Teufel aus den BB-Staffeln immer zu solch einer Farce überreden lassen bleibt wohl ein Rätsel. Fakt ist: Giuseppe Pelegrino sorgt mit seinem „Herz-Prinzip“ für eine weitere Platte, die im Zuge der BB-Maschinerie entstanden ist und die sich über den Status eines Fan-Artikels nicht hinausheben lässt.

Anspieltipps:

  • Heute Nacht
  • California Girl
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