Corvus Corax - Venus Vina Musica - Cover
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Corvus Corax Venus Vina Musica


  • Label: Pica Music/Soulfood
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Herren von Corvus Corax legen wirklich eine furiose Arbeitswut an den Tag und hauen in einem schier aberwitzigem Tempo eine Veröffentlichung nach der anderen raus. Nach „Cantus Buranus“ (08/2005), „Cantus Buranus – Live in Berlin“ (03/2006) sowie dem Tanzwut-Doppelalbum „Schattenreiter“ (04/2006), steht nun schon wieder die nächste Corvus-Corax-Scheibe in den Läden. Haben die Jungs soviel Rechnungen zu bezahlen, dass sie so ein Tempo vorlegen müssen?

Wiedereinmal wird der Promoter mit glühenden Augen zum Telefonhörer greifen und die Damen und Herren der Presse auf das neue Werk heiß machen. Erschlagen von dieser positiven Energie, macht sich der geneigte Schreiber zum wiederholten Male innerhalb kürzester Zeit auf, dem mittelalterlichen Musikantentreiben der sieben Herren zu lauschen. Hilft ja alles nichts. Aber irgendwann muss es auch mal gut sein...

Nach dem orchestralen Bombastwerk „Cantus Buranus“, steht nun die (musikalisch abgespeckte) Reise eines fahrenden Spielmanns im Mittelpunkt. Auf seiner Wanderschaft, die vom Verlangen und der Suche nach der sagenumwobenen Tänzerin und Prinzessin „Sanyogita“ getrieben ist, reist er durch Europa über Nordafrika und Kleinasien bis in den fernen Osten. Auf dieser jahrelangen Odyssee hört der Spielmann erstaunliche Geschichten und seltsame Instrumente.

Corvus Corax untermalen diese Reise in „Venus Vina Musica“ (Lust, Wein und Musik) mit indischen und tibetanischen Klängen („Sanyogita“), Musik der Zigeuner („Tuska“) und des südlichen Balkans („Katrinka“) sowie der Bretagne („Tertio“) und des arabischen Raums („Urmawi“). Dazu erklingen Schalmeien, Trommeln, Dudelsack, Cymbeln, Harfen und Mönchsgesänge, die im Prinzip die einzigen Gesangsspuren füllen. So richtig abwechslungsreich ist das nicht, zumal dem Konzept ganz einfach eine spannende Bühnenumsetzung fehlt, mit der gewiss mehr Leben aus „Venus Vina Musica“ herausgeholt werden könnte. Aber auf CD geht das nun mal nicht. Deshalb warten wir auf die DVD. Bei Corvus Corax’ Arbeitstempo, ist diese bestimmt noch vor Weihnachten fertig.

Anspieltipps:

  • Tertio
  • Feralis Saltare
  • Lamentatio Coelibatus
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