Ice Cube - Laugh Now, Cry Later - Cover
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Ice Cube Laugh Now, Cry Later


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 63 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ja, er ist zurück und zwar mit einem harten Westcoast-Gangsta-Style und den lang vermissten Oldschool-Raps. Lange war es ruhig um „Amerikka’s Most Wanted“, doch nach zahlreichen Filmproduktionen kehrt Ice Cube (zu deutsch Eiswürfel) wieder ins Musikbusiness zurück. Und das mit einer geballten Ladung HipHop. Sein neues Album „Laugh Now, Cry Later“ beinhaltet 16 Songs und vier Skits, die sich mit politischen Rechten und Meinungsfreiheit auseinandersetzen, jedoch auch Partys, Kriminalität und Sex nicht außer Acht lassen. Doch so ein umstrittenes Album, wie „Death Certificate“ oder „Straight Outta Compton“ (mit N.W.A.), wird Cubes Album bei Weitem nicht. Er kritisiert zwar den Präsidenten George W. Bush mit den Worten „Bush runs shit like Sadaam Hussien (Bush hat den gleichen Mist gemacht, wie Saddam Hussein)“, konzentriert sich aber sonst eher auf die Kriminalität im Ghetto und die „Möchtegern-Rapper“.

In „Child Support“ rappt O’Shea Jackson, so heißt Ice Cube mit bürgerlichem Namen, über die Rapper, die seinen Style nachahmen und schnell zu Geld kommen wollen. Er nennt sich selbst „The original“ und „Father of this gangsta shit“ und behauptet, dass ihm keiner das Wasser reichen kann. In vielen seiner Songs rappt Cube aggressiv und energiegeladen und möchte seiner Wut Ausdruck verleihen. So auch in dem rockigen Song „Click, clack – get back!“, wo er laut und zornig seinen Text runterrappt, jedoch der Refrain eher nervtötend ist. Ein Nummer eins verdächtiger Song hätte „Spittin pollaseeds featuring WC & Kokane“ sein können. Die Raps und der R’n’B-mäßige Beat sind einfach spitze, doch der Refrain und das Gerede zwischendurch sind unnötig und störend und machen den Eindruck, dass alle Drei bei der Aufnahme betrunken oder high waren.

Der erste richtig fröhliche Song ist „Growin up“, wo Cube von alten Zeiten erzählt und an das Schöne im Ghetto erinnert. Ein richtiger Ohrwurm ist „Why we thugs“, welches auch die erste Singleauskopplung ist. Dort rappt Ice Cube im richtigen Old-School-Style und der tiefe und dunkle Beat stimmen mit ein. Der absolute Tanzsong auf der CD ist „Steal the show“, welcher einen tollen Beat mit einer E-Gitarre im Hintergrund hat.

Im Allgemeinen kann man zu Ice Cubes neuem Album sagen, dass seine Raps und Beats wirklich einfallsreich und sehr gut anzuhören sind, jedoch der Inhalt manchmal zu „Ghetto“- und „Gangsta“-orientiert ist. Das Album wird wohl nicht wie sein Debüt „Amerikka’s Most Wanted“ nach zehn Tagen bereits Goldstatus erreicht haben, jedoch wird Cube die ein oder anderen Erfolge damit feiern können.

Anspieltipps:

  • Why We Thugs
  • Doin What It Pose 2 Do
  • The Nigga Trapp
  • Growin Up
  • Steal The Show
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