Mendeed - This War Will Last Forever - Cover
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Mendeed This War Will Last Forever


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der schottische Fünfer Mendeed, bestehend aus David Proctor (Gesang), Chris Lavery (Gesang, Bass), Steven Nixon (Gitarre), Steph Gildea (Gitarre) und Kevin Matthew (Schlagzeug), legt sein Debüt „This war will last forever“ in das, vor allem durch amerikanische Bands, stark frequentierte Metalcore-Nest und macht gleich in „What we have become“ klar, dass die Wurzeln trotzdem nicht vergessen wurden und lässt eine an Braveheart erinnernde Hymne los, die wohl demonstrieren soll: „Schottland ist jetzt auch dabei!“ Bei der derzeitigen Überschwemmung mit neuen Bands in diesem Sektor ist es hinsichtlich dessen gar keine so blöde Idee seiner Zugehörigkeit in diesem Maße Ausdruck zu verleihen, schließlich will man wissen ob die Klänge, die gerade das Trommelfell bearbeiten, von einer Band aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, Italien oder Honolulu stammen.

Wie dem auch sei, nachdem ein ganzes Heer die Dudelsack-Fraktion niedergetrampelt hat, stehen die Jungs „Beneath a burning sky“ und der gebärdet sich gleich um einiges lauter als die olle Sackpfeife zu Beginn. Ein kurzes, aber extrem verspieltes Intro legt Drummer Matthew in „Stand as one and fight for glory“ hin und zugleich offenbart der Track eine Unausgeglichenheit bei der Abmischung betreffend Schlagzeug und Gitarre, denn wo die Double-Bassdrum einschlägt da wächst kein Riff mehr. Dafür schneiden Nixon und Gildea mit ihrem Zupfwerk ordentlich ins Fleisch und treiben das eine oder andere Metal-Brett gehörig auf die Spitze. Die vermeintlichen Iron Maiden-Gitarrensolos, die laut Pressezettel auch den hartgesottenen Heavy Metal-Fan von Mendeed überzeugen sollen, werden allerdings nur sehr selten angespielt oder verstecken sich sonst konsequent hinter Matthews Schlagzeug.

Im Endeffekt bleibt am Schluss dennoch nicht viel von „This war will last forever“ über, das bedeutend besser ist als andere Metalcore-Outputs der letzten Monate, da es auch hier eine starke Hälfte mit beeindruckendem und abwechslungsreichem Material gibt und der Rest recht unentschlossen vor sich hin kreischt, hämmert, jault und drischt bzw. mit allen Mitteln versucht eigenständig und einzigartig zu klingen, was in diesem Fall nur ansatzweise und nicht zur Gänze geglückt ist.

Anspieltipps:

  • Chapel Perilous
  • Poisoned Hearts
  • The Reaper Waits
  • Stand As One And Fight For Glory
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