Threat Signal - Under Reprisal - Cover
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Threat Signal Under Reprisal


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Gleich vom Beginn an will uns die 2003 gegründete Band Threat Signal mit ihrem Debüt „Under reprisal“ das Hirn rauspusten. Was in „Rational eyes“ anfänglich noch im Stakkato-Rhythmus vonstatten geht und den Hörer aufgrund des massiv in die Magengrube dreschenden Schlagzeugs und der markigen Growls an die Wand drängt, wird erst im weiteren Verlauf durch cleane Vocals besänftigt und definiert zugleich auf was sich der hartgesottene Metal-Fan einzustellen hat. „As I destruct“ gibt erst mal eine Nachschulung im exzessiven Headbangen, bevor das anschließende „One last breath“ einfach nur nach vorne los prescht und zum ersten Mal ein kürzeres und einige Zeit danach ein längeres Gitarrensolo präsentiert. Überhaupt haben es sich die Jungs Jon Howard (Gesang), Kyle McKnight (Gitarre), Rich Howard (Gitarre), Marco Bressette (Bass) und George Parfitt (Schlagzeug) zum Ziel gesetzt möglichst viele Facetten des modernen Metal in ihrem Erstling unterzubringen und machen ihre Sache alles andere als schlecht.

Dann mal weiter. Hammerhartes und bitterböses Metal-Riffing erwartet die bereits nach drei Songs gepeinigte Rübe in „Seeing red“, während Threat Signal mit „A new beginning“ schon den nächsten Brocken am Start haben, der zuerst mit süßlicher Einleitung in einen noch kitschigeren Teil mündet, bevor mit allen verfügbaren Instrumenten das aufgebaute Szenario zertrümmert wird. Es wäre nicht verwunderlich würde dieser Song eine Auskoppelung als Maxi-Single erfahren, wird den melodischen Teilen diesmal eindeutig mehr Platz eingeräumt. „Counter balance“ setzt auf eine gelungene Darbietung aus Solis, kompromisslosen und regelrecht soften Parts, jedoch „Inane“ brettert danach wieder adrenalingetränkt durchs Unterholz um sich im Mittelteil wieder einem stimmigen Zwischenspiel hinzugeben. Gegen Ende verzettelt sich der Fünfer zwar in ein nettes, aber eindeutig zu langes Outro, das wohl besser am Schluss der Platte Verwendung gefunden hätte.

An der Härte der folgenden Tracks ist zu erkennen, dass sich der Hörer mit immer größeren Schritten dem Ende von „Under reprisal“ nähert, wenn „Now“ einfach nur so vorbeizischt und „Faceless“ im Prinzip erst von „Haunting“ gestoppt werden kann, das sich nicht zwischen Mid- und Up-Tempo entscheidet und letztendlich von einem klar gesungenen Part an Land geholt wird. Der Rausschmeißer „When all is said and done“ vereint dann noch einmal alle Facetten und geleitet den Hörer mit der Gitarre im Anschlag zum Ausgang. „We put everything we love about music into our sound and created a very unique record. This album will be ass kicking at one point and then taking you out for drinks the next.” sagt Sänger Jon Howard voll Stolz über das erste Werk. Das mit den Drinks hätten sie sich ruhig ein paar Mal sparen können, ansonsten ist nichts dagegen einzuwenden sich von Threat Signal gepflegt in den Arsch treten zu lassen.

Anspieltipps:

  • Faceless
  • Seeing Red
  • One Last Breath
  • Counter Balance
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