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Revolt Revolt


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 31 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Revolt ist eine dreiköpfige Newcomerband aus Berlin, die mit ihrem selbstbetitelten Debüt in die Noise-Rock-Ecke, gleich neben At The Drive-In, einsortiert werden mag. Das hört sich nicht besonders kommerziell an, doch die Karriere von Abel, Tobi und Matze verläuft trotzdem in Rekordgeschwindigkeit. Nach nur einem Demo gab es schon einen Major-Plattenvertrag bei Vertigo/Universal. Es folgte eine erste EP und Tourneen mit The Libertines, Velvet Revolver und Blackmail. Und jetzt steht auch schon der Longplayer in den Läden, auf dem es um „Wut, Zerstörung, Angst, Hoffnung, gegen die Gewöhnlichkeit und für das Unmögliche“ geht.

Okay, eine gewisse Bedeutungsschwangerschaft gehört zu so einer emotional aufgerauten Musik, wie sie die Berliner darbieten, einfach zum Spiel dazu. Sänger Abel schrammt grundsätzlich knapp an der Hyperventilation vorbei, während Bass und Schlagzeug mal groovy („Life in a dead system“), mal total verquer („In the face of the enemy“) durch die Gegen rumpeln. Die Gitarre, ebenfalls von Abel bedient, tut es seiner Gesangskunst nach und schneidet ein ums andere Mal in höchster Tonlage durch die Gehörgänge.

Das erinnert nicht nur an die seligen At The Drive-In, sondern auch an die noch progressiver angehauchten Coheed and Cambria. Der Unterschied ist nur, dass Revolt mit ihrem intensiven Noiserock nicht irgendwann anfangen zu nerven, eine Schicht auf die andere türmen und beweisen wollen, was sie für tolle Hechte an ihren Instrumenten sind. Sie kommen kurz und knapp auf den Punkt und legen sogar ein paar eingängige Melodienansätze vor („Leader of my soul“). Kurz gesagt: Revolt bieten abgespeckten Noise- bzw. Emo-Rock, der bestens funktioniert und an dem es nichts zu meckern gibt!

Anspieltipps:

  • Zinnsoldat
  • Systems fall
  • Under the sun
  • To defend my defense
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