The Veronicas - The Secret Life Of The Veronicas - Cover
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The Veronicas The Secret Life Of The Veronicas


  • Label: Sire Records/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Popmusik mit der Wirkung von Erdbeersirup war schon immer ein unschlagbares Erfolgsrezept.

Der Bravo Newcomer-Check verrät uns: The Veronicas sind die Zwillinge Jess und Lisa Origliasso aus Brisbane, Australien. Sie sind 20 Jahre alt und kamen am 25. Dezember 1985 zur Welt. Schon im zarten Alter von fünf Jahren standen sie das erste Mal auf einer Bühne und gleich ihr erstes Demo bescherte ihnen einen Produktionsdeal mit einem Plattenlabel. Als Lisa & Jessica brachten sie drei Alben heraus und sie erhielten die Hauptrollen in der australischen TV-Serie „Cybergirl“.

Es folgten Einladungen von Songwritern wie Billy Steinberg (Madonna, The Real McCoy. Celine Dion), Cliff Magness (Avril Lavigne, Bo Bice, Kelly Clarkson) und Rick Nowels (Dido, Nelly Furtado, Texas), die allesamt mit den Veronicas Songs aufnehmen wollten. Die Mädels reisten nach London, Los Angeles, New York, Vancouver, Stockholm, etc. und nach einem Jahr stand die stattliche Anzahl von 50 Songs fest, die in Los Angeles aufgenommen wurden.

Dies geschah zusammen mit Max Martin (Britney Spears, Bon Jovi, Backstreet Boys), Don Gilmore (Linkin Park, Pearl Jam, Sugar Ray), Lukas Gottwald (Kelly Clarkson, Pink, Speech) und Toby Gad (Enrique Inglesias, Fatty Koo), die den beiden Jungstars ein Dutzend Songs im Stile einer Ashlee Simpson oder Kelly Clarkson auf Maß fertigten. Also gitarrenbasierender Radio-Pop mit feschen, aber nicht zu harten Riffs und Refrains, die sich wie Erdbeersirup im Kleinhirn festsetzen und so schnell nicht aus dem Schaltzentrum verschwinden. Schwups!, haben uns die findigen Studiohandwerker aus den USA für „The Secret Life Of The Veronicas“ wieder 15 Euro aus der Tasche gezogen. Und erst danach kommt das (böse?) Erwachen.

Wie sollte es auch anders sein? Die 12 Songs klingen total austauschbar, wie alles, was Massenauftragsschreiber wie Max Martin und Lukas „Dr. Luke“ Gottwald anstellen. So ist es vollkommen wurscht, ob „Leave me alone“ oder „Heavily broken“ nun von Kelly Clarkson, Ashlee Simpson oder den Veronicas gesungen werden. Es gibt nämlich bis auf die Stimmen keinen Unterschied, genau wie bei einer Dieter-Bohlen-Komposition. Da ist es auch egal, wer sie singt. Sie wird immer nach unserem Diedä klingen. Aber sich darüber aufregen, hieße Geldtransporter nach Tötensen fahren. Deshalb weiter im Text und zu den Informationen für die geneigte Zielgruppe.

Ja, „The Secret Life Of...“ hat wirklich ein paar gute Nummern! Zum Beispiel die erste Single „4 ever“, die munter drauflos rockt und zum Mitsingen einlädt, oder „Mother mother“, eine energiegeladene Coverversion von Tracy Bonhams ´96er Album „The Burdens Of Being Upright“. Außerdem gibt es mit „Everything I’m not“ und „I could get used to this“ zwei hübsche Uptempo-Balladen (so was gibt es wirklich!) und mit „Speechless“ eine Romantiknummer fürs Lagerfeuer™. Dazu häufen sich Refrain-Wunder wie „When it all falls apart“, „Revolution“ und „Speechless“ – um nur drei zu nennen – und der Rezensent muss entwaffnend konstatieren, dass die Hitdichte auf diesem Album wirklich phänomenal ist!

In der Heimat der Mädels ist die CD schon seit Oktober 2005 auf den Markt und hat bis jetzt Dreichfach-Platin sicher. Auch in Europa stehen die Chancen nicht schlecht, dass dieses Duo durch die Decke geht. Popmusik mit der Wirkung von Erdbeersirup war halt schon immer ein unschlagbares Erfolgsrezept. Fragt Dieter Bohlen.

Anspieltipps:

  • 4 ever
  • Speechless
  • Mother mother
  • Everything I’m not
  • I could get used to this
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