The Sounds - Dying To Say This To You - Cover
Große Ansicht

The Sounds Dying To Say This To You


  • Label: Inkubator/SOULFOOD
  • Laufzeit: 36 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht wenige vergleichen The Sounds mit Blondie.

Vor kurzem war irgendwo zu lesen, dass der Kauf einer CD auch schon mal ganz spontan aufgrund eines anziehenden Covers geschehen kann. Darauf haben es die Schweden von The Sounds vielleicht auch abgesehen. Jedenfalls sind die beiden Damen auf „Dying To Say This To You“, dem zweitem Album der Band, ein echter Hingucker, der erst mal kräftig vom Eigentlichen ablenkt: Der Musik.

Vor vier Jahren erschienen Maja Ivarsson (Gesang), Felix Rodriguez (Gitarre), Fredrik Nilsson (Drums), Johann Bengtsson (Bass) und Jesper Anderberg (Keyboards) mit ihrem Debüt „Living In America“ auf der Bildfläche. Die Band aus Helsingborg knackte in ihrer Heimat die Top 5 der Charts, bekam einen schwedischen Grammy und tourte in den USA mit der Vans Warped Tour.

Jetzt steht ihr zweites Album „Dying To Say This To You“ mit leichter Verspätung auch bei uns in den Läden. Darauf enthalten: Etwas mehr als eine halbe Stunde schmissige Rockmusik zwischen Pop, Punk und New Wave. Produziert wurde das Ganze von Jeff Saltzman (The Killers, The Standard), wobei auch ein gewisser James Iha (Smashing Pumpkins, A Perfect Circle) und Adam Schlesinger (The Verve Pipe, Fountains Of Wayne, Ivy) im Hintergrund mitwirkten.

Nicht wenige vergleichen The Sounds mit Blondie. Und in der Tat hat der Sound der Schweden etwas vom Style der New Yorker Kultband um Sängerin Debbie Harry. Zusammengehalten von fluffigen Synthies und fröhlichen Melodien, agieren The Sounds mal als Elektro-Popper („Tony the beat“, „Hurt you“), wagen einen Ausritt in die Disco („Ego“) oder lassen die Gitarren braten („24 hours“). Höhepunkte sind die ergreifen schöne Ballade „Night after night“, das stark hitverdächtige „Much too long“ und das ungestüm vorantreibende „Running out of turbo“. Sängerin Maja Ivarsson geizt dabei nicht mit eindeutigen Texten, umschifft die marketingträchtigen Klippen eines „Explicit Lyrics“-Warnaufklebers aber sehr galant.

Bis jetzt sind die Meinungen zu diesem Album äußerst gespalten. Einige loben The Sounds für ihren unbekümmerten Wave-Pop über den grünen Klee, die anderen werfen der Band vor, dass es sich um eine aufgesetzte Haltung handelt, hinter der reines Kalkül steckt. Reiner Blödsinn! „Dying To Say This To You“ ist ein wunderbares Sommer-Popalbum, mit Ambitionen auf das, ähem, „schönste Cover-Foto“ des Jahres.

Anspieltipps:

  • 24 hours
  • Much too long
  • Night after night
  • Song with a mission
  • Running out of turbo
Neue Kritiken im Genre „Pop“
7.5/10

Colors
  • 2017    
Diskutiere über „The Sounds“
comments powered by Disqus