Vertigo - 2 - Cover
Große Ansicht

Vertigo 2


  • Label: Frontiers/SOULFOOD
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Einen Schwindelanfall wird man beim neuen Werk von Vertigo, bei dem Ex-Toto-Sänger Joseph Williams die Stelle hinterm Mikro und am Klavier besetzt, nicht bekommen. Der Sohn von Hollywood-Komponist John Williams, der zeitweise sogar auf dessen Spuren wandelte, macht seine Sache wie immer souverän, setzt seine Stimme an den richtigen Stellen mal als schmachtende mal als kratzige und laute Allzweckwaffe ein und überzeugt damit eigentlich auf ganzer Linie, wäre da nicht die etwas zu brave Darbietung seiner restlichen Mitstreiter.

Da kann sich Williams junior noch so sehr anstrengen und den Text von „Part of me“ stilgerecht knödeln, dem Retro-Feeling in „Hold me“ mit Kastratenchor im Hintergrund stimmgewaltig entgegenwirken oder in bester Lieblings-Schwiegersohn-Manier „Save it all for me“ mit Leidenschaft zum Besten geben, ohne etwas mehr Hingabe seitens Bassist, Keyboarder und Produzent Fabrizio Grossi, Schlagzeuger Virgil Donati und Gitarrist Alex Masi schaut einfach nicht mehr als bemühte Radiomusik heraus, die keine Radiomusik sein will.

Das erste selbstbetitelte Vertigo-Album verzeichnete für Band und Sänger Williams einen kleinen Achtungserfolg, der sich mit „2“ sicher fortsetzen wird, sind die Stücke schließlich eingängig und melodiös gestaltet und fließen unaufdringlich in die Gehörgänge. Wirklich darauf gewartet haben aber nur die Hardcore-Fans und solche, die Toto und ähnlich klingende Gruppierungen ins Herz geschlossen haben.

Anspieltipps:

  • Hold Me
  • Part Of Me
  • Picking Up The Pieces
  • In The Blink Of An Eye
Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Vertigo“
comments powered by Disqus