Zebrahead - Broadcast To The World - Cover
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Zebrahead Broadcast To The World


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Da kann einem direkt schwindlig werden: Tabatabaee – Was wie eine neue Sendung für Babys und Kleinkinder klingt ist eigentlich der Nachname von Sänger Ali von der aus Orange County stammenden Punkband Zebrahead. Zusammen mit Greg Bergdorf (Gitarre), Matty Lewis (Gesang, Gitarre), Ben Osmundson (Bass) und Ed Udhus (Schlagzeug) veröffentlichen die Fünf mit „Broadcast to the world“ ihr bereits fünftes Werk und verkünden im titelgebenden Opener „We are on a mission to destroy the world we know“. Das dahinter ebenfalls ein gnadenloser Punkrock-Song versteckt ist, der mit quietschenden Gitarren für einen einprägsamen Ohrwurm sorgt, spricht für die Zebraköpfe. In weniger innovativer Manier erklingt im Anschluss „Rated „U“ for ugly“, das allerdings den typischen Stil der Band umschreibt: Knackiger Punk mit einer fetzigen Rock-Attitüde, der von mal aggressivem mal normalem Sprechgesang umhüllt dargeboten wird.

Ein typischer Feelgood-Song ist „Anthem“, der mit der Zeile „Get up, get up, let the good times roll / Get up, get up, take my heart and my soul“ das Bild einer grölenden Menge, die die Zeilen wiedergibt, ohne großes Zutun vor dem inneren Auge erscheinen lässt. Ja, Zebrahead sind nicht nur möglicherweise eine gute Live-Band, sie haben dieses Markenzeichen bereits auf mehrfachen Festivals und Konzerten unter Beweis stellen können, wo der energiegeladene Sound der Jungs am besten zur Geltung kommt. Auf Platte erklingen die Tracks zwar mit genügend Pfeffer im Hintern, ihnen fehlt es aber an Eigenständigkeit, die bei einem Auftritt allerdings zu einer Nebensache verkommt, da der Spaß im Vordergrund steht und davon haben die Fünf jede Menge auf Lager. Allein ein Titel wie „Your new boyfriend wears girl pants“ impliziert die Freude an der Arbeit, abgesehen davon dass der Song zum einzig langweiligen auf „Broadcast to the world“ gehört.

Im Vergleich zu vielen anderen Punk/Rock-Bands sind Zebrahead immer bemüht ausreichend Abwechslung und einem stimmigen Aufbau zu bewerkstelligen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der anfänglich als Ballade getarnte „Karma flavoured Whisky“, der nach gut 50 Sekunden an Fahrt aufnimmt, den zentralen Punkt plötzlich auf den Schlagzeuger lenkt um dann in ein rockiges Monster mit schepperndem Drumming auszuufern, das in weiterer Folge sogar ein paar Metal-Anleihen in sich birgt, bevor es wieder still und sanft zur Ruhe kommt. Fans von kraftvollem und schweißtreibendem Punkrock, der Spaß und gute Laune verbreiten soll, kommen hier voll auf ihre Kosten. Ganz nach dem Motto des Vorgängeralbums: „Mutha-Fucking Zebrahead, bitch“

Anspieltipps:

  • Anthem
  • Wake Me Up
  • Postcards From Hell
  • Broadcast To The World
  • Karma Flavoured Whisky
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