Akon - Konvicted - Cover
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Akon Konvicted


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 49 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit seinen Smash-Hits „Locked Up” und „Lonely” und seinem über drei Millionen Mal verkauften Debütalbum „Trouble”, kann man wohl sagen, dass Akons neues Album eines der heißerwartetsten Alben 2006 ist. Nach seinem Debüt machte sich Mr. Lonely vor Allem mit seinen herausragenden Features und Produktionen einen Namen im Musikbusiness und unterstützte schon Künstler, wie Young Jeezy, R. Kelly, Obie Trice, Elton John, Daddy Yankee oder Gwen Stefani. Nun steht Akons Zweitwerk „Konvicted“, pünktlich zur Weihnachtszeit, frisch in den CD-Läden und wartet auf fleißige Käufer. Diejenigen, die noch zweifeln, kann man getrost beruhigen. Denn „Konvicted“ ist ausgereifter und persönlicher als „Trouble“ und zeigt eine ganz neue und natürlich Seite von Akon. Vielleicht werden einige den harten Ghettosound, wie in „Locked Up“, vermissen, aber mit Sicherheit werden auch einige von den ruhigen und sinnlichen Beats und Lyrics begeistert sein. Mit eigenem Label Konvict Muzik in der Tasche und zwei herausragende Künstler wie T-Pain und Chilli von TLC unter Vertrag, dürfte sich Akon nun nicht mehr lonely fühlen. Zwar sind elf von zwölf Songs von Akon himself produziert und es finden sich nur drei Features auf dem neuen Album wieder, allerdings wird Akon während der Produktion nicht alleine im Studio gesessen haben. Obwohl manche Songs dafür sprechen, denn Akon zeigt sich von seiner persönlichen, ehrlichen und verletzlichen Seite.

„Konvicted“ beginnt allerdings sehr im Clubbanger-Stil, denn mit dem Anfangstrack „Shake down“ präsentiert der talentierte Musiker einen harten Beat, Kopfnicker-Refrain und rhythmischen Gesang. Für einen Introduce-Song äußerst gelungen und einfallsreich. Doch die Nacht fängt ja erst an und somit steuern Styles P in „Blown away“ und Eminem in „Smack that“ eine geballte Ladung HipHop- und Street-Credibility dazu und drehen „Konvicted“ so richtig auf. Styles P überzeugt mit einem routinierten und guten Rap zu Beginn des Songs und überlässt anschließend Akon einen ruhigen Beat mit Piano-Elementen – trotzdem rockt der Songs ganz gewaltig. Mit Eminem im Schlepptau bringt Akon einen Clubbanger mit, der es in sich hat. Die erste Single wird schon jetzt rauf und runter gespielt und dürfte wohl fast jedem bekannt sein. Der harte Gangster-Beat und Ohrwurm-Refrain ist für das Abspielen in einem Club oder einfach für gute Laune sehr gut geeignet, allerdings sollte man sich nicht allzu sehr auf den Text konzentrieren, denn inhaltlich gehört „Smack that“ zu einem der schlechtesten Songs auf „Konvicted“. Party mäßig ist er allerdings der Beste.

Das unschuldig wirkende „I wanna love you“ kann man schon im Titel Wort wörtlich nehmen. Denn was sollte auch sonst das Thema sein mit Snoop Dogg im Gepäck, wenn nicht Sex. Das dachte sich dann wahrscheinlich auch Akon, der sich sehr direkt in diesem Song zeigt, Zitate muss man wohl nicht mehr erwähnen. Nachdem Akon seinen Fantasien freien Lauf gelassen hat, gibt es in dem anschließenden „The rain“ einen ruhigen und langsamen Beat zu hören, indem Akon sich mit seinem jetzigen Leben auseinandersetzt. Einen verspielten Sound á la Alicia Keys gibt es in „Never took the time“ auf die Ohren, wo Akon seiner verflossenen Liebe nachtrauert und sich fragt, wieso seine Freundin ihn verlassen hat.

Einen der besten Songs bietet dann aber das anschließende „Mama Africa“, indem Akon äußerst experimentierfreudig im Reggae-Slang auf einen Reggaebeat singt und endlich mal Afrika den gebührenden Respekt verleiht, das es verdient. Denn Akons Aussage: Es gibt auch Positive Dinge in Afrika. Nachdem man sich schon den Sonnenuntergang, die angenehme Wärme und langsam verschwindende Sonnenstrahlen auf dem Gesicht in „Mama Africa“ vorstellen konnte, folgt natürlich der ultimative Sommersong auf Akons Album. „Gangsta Bop“ heißt das gute Stück und ist eine kleine Hommage an das Gangster-Dasein im Akon-Stil, also kein Rumgeballere oder Drogendeals, sondern Coolness und sunny weather. Mit „Tired of runnin“ verarbeitet Akon noch einmal seine Erlebnisse von früher im Gefängnis, wo der Song auch entstanden ist. Einen Song im „Lonely“-Style gibt es noch in „Once in a while“, indem Akon den gleichen Gesang, wie in „Lonely“ präsentiert und sich bei dem einfach gehaltenen Beat, sehr auf den Text konzentriert. Zum Abschluss zeigt Akon noch einmal, was er lyrisch alles drauf hat und kombiniert seinen Text mit einem genialen Rhythmus, der man nur schwer nachmachen kann.

Insgesamt ist Akon mit seinem neuen Album „Konvicted“ ein sehr gutes Album gelungen, das allerdings mehr ruhige, als schnelle Songs zu bieten hat. Die Tracks, wo Mr. Lonely sehr experimentierfreudig war, sind im Durchschnitt auch am Besten und sind zum Glück auch in der Überzahl. Eine deutliche Entwicklung von „Trouble“, Akons Debüt, zu „Konvicted“ ist auf alle Fälle zu erkennen und man merkt, dass Akon noch lange nicht an seinen Grenzen angelangt ist.

Anspieltipps

  • Smack That
  • Mama Africa
  • Gangsta Bop
  • Tired of Runnin
  • Once in a while
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