Xzibit - Full Circle - Cover
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Xzibit Full Circle


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eigentlich hat man bei Xzibit das Gefühl, dass er mit seiner Musik ständig den Big Playern der Szene wie Eminem, 50 Cent und Snoop Dogg hinterherhinkt. Daran konnte auch der Ruhm als MTV-Show-Host von „Pimp My Ride“ nicht viel ändern. Folgerichtig erscheint sein neues Album „Full Circle“ in den USA nicht mehr über Columbia/SonyBMG, sondern drei Nummern kleiner über Koch Records. Dabei war Alvin Nathaniel Joiner alias Xzibit in den 90er Jahren dicht dran an den Fleischtrögen des HipHop/Rap. Er arbeitete mit Dr. Dre, Snoop Dogg und später auch Timbaland und platzierte seine Alben in vordersten Chart-Positionen und galt als eines der größten Talente an der Westküste.

Hoffen wir mal, dass die politischen Texte auf X’s letztem Album „Weapons Of Mass Destruction“ dem selbsternannten „Mr. X to the Z” nicht zum Verhängnis wurden und den Deal mit SonyBMG kosteten. Denn auch „Full Circle“, mit dem das ewige Talent sein erstes selbstproduziertes Album vorlegt, schlägt stellenweise in dieselbe Kerbe: Ich fühle mich nun inspiriert genug, um für alle Aspekte der Musik die Verantwortung zu nehmen, daher agiere ich nun auch als Produzent in eigener Sache. ’Full Circle’ schließt auf eine sehr persönliche Weise meine Dekade als Künstler in der Musikindustrie, und zeigt mir selbst, wie ich mir treu geblieben bin ohne dabei Wachstum, Entwicklung und Innovation auszuschließen“.

Für „Full Circle“ waren Jelly Roll und Keith Shocklee von Bomb Squad als Executive Producers am Werk. Die Feature-Liste führen The Game, DJ Quik, T-Pain, Tha Dogg Pound, King T, Kurupt und Strong Arm Steady an. Die Track-Produktionen kommen u.a. von Rick Rock, DJ Quik, Daz Dillinger und Jelly Roll. Der Automobilfetischist startet standesgemäß mit „Invade my space“ und „Rollin’“, einer Mischung aus derben Beats aus dem tiefsten Keller und Jelly Rolls smoothen R&B-Vocals, in bester Old-School-Manier. Im weiteren Verlauf fügt er Gangsta-Parts („Ram part division“) und futuristische Club-Beats („Concentrate“) zusammen, kommt dabei aber nur langsam aus dem Quark.

Die Beats quälen sich schwerfällig aus den Boxen („Say it to my face“, an dem auch der in den Credits nicht genannte Snoop Dogg beteiligt ist) und verbreiten maximale Düsternis, die den meisten mainstreamorientierten Rappern nicht (mehr) gelingt. Ein oder zwei Fun-Tracks hätten dem Album bestimmt nicht geschadet. So aber läuft Xzibit Gefahr, zugunsten seiner mehr oder weniger anspruchsvollen Texte die Musik zu vernachlässigen. Deshalb ist „Full Circle“ unterm Strich nicht mehr aber auch nicht weniger als ein solides Rap-Album.

Anspieltipps:

  • Concentrate
  • Black & Brown
  • Say it to my face
  • Ram part division
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