Outlandish - Closer Than Veins - Cover
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Outlandish Closer Than Veins


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 62 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Aicha Aicha - passing me by…. Aicha Aicha - my my my” Wer erinnert sich nicht an diesen Song. Im Radio wurde er rauf und runter gespielt. Jeder zwischen 5 und 99 Jahren konnte ihn mitsingen. Er stürmte die Ländercharts und erntete massenweise Auszeichnungen. Hinter diesem Erfolgshit stand eine unbekannte dänische Boyband namens Outlandish. Doch wer an ein One-Hit-Wonder dachte, wurde schnell vom Gegenteil überzeugt. Denn, damn it, die Drei habens wirklich drauf. Nach „Aisha“ folgte das Album „Bread & Barrels Of Water“, das sogar Goldstatus erreichte. Anschließend tourten Isam, Lenny und Waqas als Support für Santana durch die halbe Welt und traten als Special Guest bei Konzerten von Destinys Child und Kelly Rowland auf.

Bekannt sind Outlandish für ihre sprachlich hochwertigen Texte, die von Politik, Rassismus, Religion und Armut handeln. Die drei jungen Männer verbinden Hip Hop und Soul zu einem Element und machen ihre Lieder so zu einem Genuss für die Hörer. Nachdem „Bread & Barrels Of Water“ sehr Neu-Hip Hop geprägt war, haben sich Outlandish bei ihrem neuen Album „Closer Than Veins“ wieder mehr auf die Hip Hop Ursprünge und Soul konzentriert. Doch nicht nur die Textinhalte sind außergewöhnlich, sondern auch die fünf Sprachen, die der ein oder andere von den Dreien beherrscht. Englisch, Spanisch, Urdu, Arabisch und Dänisch findet man auf dem 15 Lieder Album „Closer Than Veins“, die allesamt von Outlandish mitproduziert worden sind.

Lenny, Isam und Waqas zeigen sich auf ihrem neuen Album sehr nachdenklich und sagen klar aus, zu welchem Standpunkt sie stehen. „Closer Than Veins“ eröffnen sie mit einem dunklen Beat und knallharten Raps. Es ist wie eine Ansage an all die Haters da draußen: Passt auf, wir kommen! Danach geht es direkt mit einem ruhigen Soul/Hip Hop Lied weiter, was einen richtigen Refrain-Ohrwurm bietet. „Look Into My Eyes“ ist Outlandishs erste Single aus dem neuen Album und ist eine Gitarrenballade, die sich mit Terrorismus und Krieg auseinandersetzt. Der Song ist zwar traurig, aber am Ende hat man doch ein wenig Hoffnung, dass alles bald besser wird.

Eine richtige Hymne zum Mitsingen findet man bei „Reggada“, dort verwenden Outlandish eine Mischung aus richtigem Gangsta-Hip Hop und arabischer Kultmusik. Wer lieber ein Lied zum Träumen haben möchte, sollte sich „Words Stuck To Heart“ anhören. Es gibt einem das Gefühl von Sicherheit, Ruhe und Zusammenhalt, was in „Callin’ U“ weitergeführt wird. „Una Palabra“ erinnert ein wenig an die „Guten alten Zeiten“, als Hip Hop noch die Barbecuefeste im Hinterhof repräsentiert hat. Das tiefgründigste Lied auf dem Album „Closer Than Veins“ ist für mich „Appreciatin’“. Outlandish setzen sich dort mit der Frage nach dem Umgang mit Gott auseinander. Sie singen und rappen über das Problem, dass die Menschen meistens nur mit Gott reden, wenn sie irgendwelche Sorgen oder Ängste haben. Man sagt kein freundliches „Hallo“ beim Aufwachen zu Gott oder unterhält sich anderweitig mit ihm. Denn die Menschheit ist viel zu beschäftigt mit sich selbst. Sie suchen sich passende Schuhe zum Anziehen oder schauen etwas im Fernsehen. Und das sind meiner Meinung nach wahre Worte von Outlandish. Die Drei sind eine große Bereicherung für unsere Musikwelt, denn sie sprechen unsere Probleme an und verschließen nicht die Augen davor. „Closer Than Veins“ ist ein gelungenes Zweitwerk von Outlandish, was mit den abwechslungsreichen Liedern, den hochwertigen Texten und der souligen Ader mit Sicherheit auf einen großen Beliebtheitsgrad stoßen wird. Macht weiter so, Jungs!

Anspieltipps:

  • Any Given Time
  • Look Into My Eyes
  • Just Me
  • Words Stuck To Heart
  • Reggada
  • Callin’ U
  • Appreciatin’
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