John Legend - Once Again - Cover
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John Legend Once Again


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 55 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

In Anbetracht der unzähligen Flachzangen im Black-Music-Sektor ist Legend schon jetzt Gott.

Es gibt unglaublich viel schlechte Musik da draußen – egal in welcher Sparte. Doch der Rezensent gibt gerne zu, sich ganz besonders über die uninspirierten R&B-Langweiler aufzuregen, die sich mehr schlecht als recht gegenseitig kopieren und absolut keine eigene Note in ihre Musik einbringen. Sie werfen mit Samples um sich, kaufen Star-Produzent im Dutzend ein und spielen den Dicken Max. Zum Glück gibt es Ausnahmen. Leute wie Kanye West und John Legend. Sie machen den feinen Unterschied aus, wie ausgezeichnete Alben wie „Get Lifted“ und „Late Registration“ beweisen.

Natürlich verzichtet auch ein John Legend nicht auf prominente Unterstützung. Denn genauso wie er bereits Hits für Britney Spears, Alicia Keys und Janet Jackson schrieb, holte er sich für sein zweites Album „Once Again“ – dem Nachfolger des Grammy-dekorierten 3-Millionen-Sellers „Get Liftet“ (2005) – Unterstützung von Will.I.Am (The Black Eyed Peas), Craig Street (Norah Jones), Kanye West (P. Diddy) und Raphael Saadiq (Kelis). Schließlich will der 27-Jährige nicht auf der Stelle treten, sondern seinen Fans etwas Neues bieten: „Ich möchte, dass sie hören, dass ich mich weiterentwickelt habe. Dass ich versuche, sie in vollkommen neue Gefilde zu führen und zu spüren, wie aufregend das sein kann. Ich sehe das Album als eine Art ‚Erweiterung’. Ich versuche weiterhin, ich selbst zu sein und all jene Elemente mit einzubeziehen, die sich in meinem Leben weiter entwickelt haben: Ich habe mehr Musik gehört und vielfältigere Einflüsse in mich aufgenommen.“

Dazu setzt er nach wie vor auf den Einsatz von natürlichen Instrumenten, die seinen schmusigen Soul-Pop am besten transportieren. Er streut zarte Bläserriffs („Save room“), verspielte Pianoläufe („P.D.A. We just don’t care“), E-Gitarren („Save room“) und nicht zu aufdringliche Streicher („Coming home“) in seine Songs ein, die dann mit frischen Grooves und Beats aufgepeppt werden. Das ist 1a Frauenverstehermusik mit leichtem 70s-Touch, zu der sich wunderbar entspannen lässt. Dass in diesem Zusammenhag erste Stimmen laut werden, wir hätten es hier mit einem neuen Stevie Wonder zu tun, der liegt tendenziell gar nicht so daneben. Auch wenn John Legend diese Auszeichnung noch verschämt von sich weißt. In Anbetracht der unzähligen Flachzangen in der Black Music ist Legend schon jetzt Gott.

Anspieltipps:

  • Again
  • Stereo
  • Heaven
  • Save room
  • Coming home
  • Where did my baby go
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