Lacrimas Profundere - Filthy Notes For Frozen Hearts - Cover
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Lacrimas Profundere Filthy Notes For Frozen Hearts


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Lacrimas Profundere schleichen sich seit ihrer Gründung im Jahr 1993 langsam aber sicher auf der kommerziellen Erfolgsleiter nach oben. Für ihr neuestes Werk „Filthy Notes For Frozen Hearts“ haben sich die Gothic-Rocker sogar die Dienste von Star-Produzent John Fryer (HIM, Depeche Mode, Nine Inch Nails, Cradle Of Filth) gesichert, der dem Sextett einen amtlichen Sound zurechtzimmerte, der sich absolut nicht hinter artverwandten Kollegen wie Sisters of Mercy, Paradise Lost, Type O Negative, HIM oder 69 Eyes verstecken muss.

Im besonderen Fokus steht dabei die Stimme von Sänger Christopher Schmid, der mit seinem Organ in bester Ville-Valo-Manier in die tiefsten Grüfte hinabsteigt und den geschickt zwischen Mainstream und Gothic-Kitsch angesiedelten Songs die für das Genre nötige Portion Düsternis und Melancholie verleiht. Dabei kommen die Jungs – neben Christopher Schmid sind dies noch Oliver Nikolas Schmid (Gitarre), Christian Steiner (Keyboards), Willi Wurm (Schlagzeug), Tony Berger (Gitarre) und Daniel Lechner (Bass) – nicht aus den finsteren Wäldern Finnlands, sondern aus dem beschaulichen Oberbayern. Da schau mal einer an.

Aufgenommen in München, gemixt in London und gemastert in den legendären Finnvox Studios in Helsinki, pendeln sich die 13 Songs des inzwischen siebten Lacrimas-Profundere-Longplayers mit eingängigen Melodien („Again it's over“, „Not to stay“), einem Schuss Härte und Aggressivität („No dear hearts“, „Filthy notes“) und traurigen Balladen („Sad theme for a marriage“) genau im Geschmackszentrum der Gothic-Rock-Liebhaber ein.

Trotz eines John Fryer hinter den Reglern, wirkt das Album nicht überfrachtet und mit Studioeffekten zugekleistert. Die Band geht fast schon reduziert und bodenständig an die Stücke heran und verzichtet auf teuren Orchester-Schnickschnack und alles zudeckende Chöre. Damit erreicht die Bayern zwar nicht wie von Herrn Fryer behauptet das kommerzielle Potenzial von „Razorblade Romance“ (HIM, 2001), aber sehr weit entfernt sind Lacrimas Profundere nicht mehr.

Anspieltipps:

  • Not to stay
  • My mescaline
  • No dear hearts
  • Sweet Caroline
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