The Black Crowes - The Lost Crowes - Cover
Große Ansicht

The Black Crowes The Lost Crowes


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 113 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es rumort im Hause der Robinson-Brüder. Nachdem sich Chris und Rich, die kreativen Köpfe der Black Crowes zerstritten hatten, lag ihre Band für Jahre auf Eis. In dieser Zeit brachte Chris Robinson mit „New Earth Mud” (10/2002) und „This Magnificent Distance” (06/2004) zwei gute bis sehr gute Alben auf den Markt, während Bruderherz Rich Robinson den lauwarmen Soloversuch „Paper“ (09/2004) veröffentlichte. Doch inzwischen haben sich die streitbaren Brüder wieder angenähert und nicht nur gemeinsame Konzerte gegeben (siehe auch die Live-DVD „Freak´N Roll Into The Fog“ aus dem April 2006), sondern sie arbeiten auch an einem neuen Album der Black Crowes, das 2007 erscheinen soll.

Bevor es soweit ist, wird zum einen das alte Video „Who Killed That Bird Out On Your Window Sill“ als DVD neu veröffentlicht. Und zum anderen haben die Black Crowes ihr Schatzkämmerlein geöffnet, um zwei komplett eingespielte, aber nie veröffentlichte Alben aus den 90er Jahren endlich offiziell für die Musikwelt freizugeben. Als Bootlegs geisterten die sogenannten „Tall“- und „Band“-Sessions nämlich schon länger umher. Jetzt gibt es beide Werke mit insgesamt 36 Songs, digital nachbearbeitet und remixt, auf einem Album namens „The Lost Crowes“ zusammengefasst. Und dieses dürfte den zahlreichen Krähen-Fans die Freudentränen in die Augen treiben.

Die „Tall“-Songs sind Überbleibsel der Aufnahmen für das „Amorica“-Album (1994) aus dem Herbst 1993. Mehr als 30 Tracks entstanden damals in den Conway Studios in Los Angeles, welche die Band als relaxte und ausgeglichene Truppe zeigen. Später ging dann der Zank zwischen den Brüdern los, nachzuhören auf „Amorica“: „I love to hear the ambition we had for so early on“, berichtet Gitarrist Rich Robinson, „’Tall’ was so drama filled. It was one long experience that melted into ’Amorica’, which was wrought with bullshit and everyone fighting. It was really paranoid!” Dennoch tauchten ein paar Songs dieser Sessions später im Programm der Black Crowes auf, bzw. waren auch auf „Amorica“ zu finden („A conspiracy“, „P.25 London“, „High head blues“, „Cursed diamond“, „Nonfiction“, „Wiser time“, „Descending“, „Tied up and swallowed“).

Die „Band”-Songs entstanden im Mai 1997 in Atlanta, Georgia. Die Jungs rannten nach der beendeten „Three Snakes And One Charme“-Tour förmlich ins Studio, um die Live-Energie festzuhalten. Deshalb sind die zehn Stücke eine Spur rockiger als die „Tall“-Sessions und mehr auf den Punkt gespielt. Die Qualität ist so hoch, dass es einen zehn Jahre später immer noch ärgert, dass dieses vollwertige Album mit teilweise grandiosen Songs erst jetzt veröffentlicht wurde. Das Gerücht, wonach die beiden CDs im Presswerk vertauscht wurden und die Artworks jeweils auf den falschen Silberling gepresst wurden, stimmt übrigens. Die Auflage vom 25. August ist davon betroffen und bestimmt ein nettes Sammlerstück. Eine korrigierte Version fand erst vier Wochen später, am 22. September 2006, den Weg in die Plattenläden.

Anspieltipps:

  • Grinnin’
  • A conspiracy
  • High head blues
  • Cursed diamond
  • If it ever stops raining
  • Another roadside tragedy
Neue Kritiken im Genre „Rock“
9/10

News Of The World (40th Anniversary Edition)
  • 2017    
8/10

Automatic For The People (25th Anniversary Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „The Black Crowes“
comments powered by Disqus