Cee-Lo Green - Cee-Lo Green And His Perfect Imperfections - Cover
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Cee-Lo Green Cee-Lo Green And His Perfect Imperfections


  • Label: Arista/SonyBMG
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Cee-Lo ist ein durchgeknallter Typ zwischen echten Innovationen und kaum erträglichen Tonlagen.

Seit dem großen Erfolg von Gnarls Barkley ist Sänger Cee-Lo in den Mittelpunkt gerückt. Das Debütalbum aus dem Jahr 2002 zeigte schon sein vorhandenes Talent. Es wurde für einen Grammy nominiert und das auch zu Recht: Thomas Calloway, so heißt Cee-Lo bürgerlich, komponierte und textete sich durch einen musikalischen Dschungel, der von HipHop über Soul, Jazz und Funk auch noch Rock- und Countryeinflüsse enthält. Mitproduzent ist übrigens kein Geringerer als Antonio „LA“ Reid, der schon Pink und Mariah Carey betreute.

21 Songs beinhaltet die CD, wobei fünf davon nur ein paar Sekunden lang sind und kleine Pausen darstellen. Cee-Los Texte enthalten wahlweise religiöse, als auch ziemlich deftige Passagen. Der Sinn der meisten Lyrics kann aber nicht so richtig entschlüsselt werden, dafür sind sie teilweise zu wirr. Der Opener „Bad mutha“ lässt seine ziemlich helle Rapstimme erklingen, die teilweise in atemberaubender Geschwindigkeit den Text abspult. Musikalisch erinnert das nicht nur stimmlich an Outkast, die auch aus Atlanta stammen.

Bei „Live“ werden auf einmal härtere Gitarrenklänge eingesetzt, die bei Black Music eher selten anzutreffen sind. Der zweite Teil des Longplayers weiß mehr zu gefallen, da Herr Calloway seine souligen und groovigen Kreationen auspackt, die ihn aus der Masse der gewöhnlichen HipHop-Künstler heraushebt. Das durchgängige hohe Niveau hält er aber nicht durch, so dass trotz seiner sehr ungewöhnlichen Beats, die er einstreut, die Qualität doch stark schwankt. Trotzdem hat er schon hier sein zweifellos vorhandenes Talent vorgeführt, welches er aktuell bei Gnarls Barkley demonstriert.

Die Kollaboration „Suga baby“ ist eines der Highlights, da hier wirklich Tanzbares geschaffen wurde. Der Song wurde mit Big Gipp und Backbone eingespielt, die auch schon mit Outkast rappten. „Country love“ wechselt abrupt die Musikrichtung und zu Mundharmonika und Gitarre überzeugt Cee-Lo mit gefühlvollem Gesang. An Abwechselung fehlt es bestimmt nicht, doch dieser Ausflug in Countrygefilde klingt fast besser als die Rapsongs. Den Schlusspunkt setzt die Soulballade „Young man“, da klimpert das Piano und das Lied schleicht sich unaufhaltsam in die Gehörgänge.

Dieses Album hinterlässt zwiespältige Gefühle, da dieser durchgeknallte Typ zwischen echter Innovation des souligen HipHop pendelt und andererseits mit seiner quietschigen Stimme nervt, die selten eine erträgliche Tonlage wie bei „Country love“ oder „Young man“ erwischt.

Anspieltipps:

  • Live
  • Suga Baby
  • Country Love
  • Awful Thing
  • Young Man
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8/10

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