Emmanuel Santarromana - Fab 4 Ever - Cover
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Emmanuel Santarromana Fab 4 Ever


  • Label: Pschent/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Während die Rolling Stones gerade von einem Argentinier namens Miko Jackson durch den Bossa-Nova-Wolf gedreht werden („Bossa N’ Stones“), wird fast zeitgleich eine zwölf Songs umfassende Hommage an die Beatles auf den Markt gebracht. Als „Übeltäter“ tritt diesmal ein Remixer und DJ in Erscheinung. Sein Name: Emmanuel Santarromana.

Dieser hat doch tatsächlich für sein zweites Studioalbum „Fab 4 Ever“ die Genehmigung erhalten hat, bekannte und weniger bekannte Titel der Fab Four neu zu interpretieren. Entsprechend argwöhnisch wird das Album unter die Lupe genommen, denn wirklich nötig sind solche Kopplungen eigentlich nicht. Und in der Tat: Was sich als Idee ziemlich spannend liest, entpuppt sich in musikalischer Form recht schnell als komplett überflüssiger Easy-Listening-Elektro-Schmontz.

Nein, nur weil Herr Santarromana Liverpooler Wurzeln vorweisen kann (seine Großmutter stammt aus der Beatles-Stadt), musste er uns nicht den „Gefallen“ tun und Klassiker wie „Paperback writer“, „Strawberry fields forever“ und „We can work it out“, sowie unbekanntere Tracks wie „Blackbird“, „Flying“ und „Across the universe“ in uninspirierte Elektro-Interpretationen umwandeln, an denen aber auch wirklich gar nichts spannend ist. Und wenn dann noch zu allem Überfluss das Promo-Zettelchen Parallelen zu Jaz Coleman, Nick Drake und Cat Stevens herstellen möchte, ballt sich die Faust in der Tasche des Rezensenten.

Hätten die Beatles ihre Songs vor 40 Jahren so gelangweilt („Back in the USSR“) bzw. pseudo-psychedelisch dargeboten („Come together“), wie es Emmanuel Santarromana auf „Fab 4 Ever“ praktiziert, dann gute Nacht Popmusik. Oder möchte jemand allen Ernstes behaupten, dass es Not tun, wenn Beatles-Lieder anno 2006 im verquasten Depeche-Mode-Düsterlook erscheinen, wo das gesampelte Klackern eines Tischtennisballes das einzig Spannende darstellt?

Anspieltipps:

  • Day tripper
  • We can work it out
  • You’ve got to hide your love away
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