Between The Buried And Me - The Anatomy Of - Cover
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Between The Buried And Me The Anatomy Of


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 70 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Between The Buried And Me aus Raleigh, North Carolina zählen zu den aufstrebenden Bands des amerikanischen Rock-Underground. Sie wurde im Jahr 2000 gegründet und veröffentlichte ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf dem deutschen Indie-Label Lifeforce Records. Zusammen mit den Nachfolgern „The Silent Circus“ (2003) und „Alaska” (2005) erreichen Tommy Rogers (Gesang, Keyboards), Dan Briggs (Bass), Blake Richardson (Drums), Paul Waggoner (Gitarre) und Dustie Waring (Gitarre) inzwischen Verkaufszahlen von weit über 200.000 Einheiten.

Und die Popularität der Gruppe scheint (noch) keine Grenzen zu kennen. Denn noch immer verkauft „Alaska“ bis zu 2.000 Einheiten pro Woche. Und für das nächste Jahr ist das Quintett für das Ozzfest bestätigt. Es geht also steil aufwärts. Da kann man schon mal nur ein halbes Jahr nach der letzten Veröffentlichung die nächste Platte auf den Markt schmeißen. Und weil der Abstand zwischen „Alaska“ und „The Anatomy Of“ in der Tat relativ kurz ist, handelt es sich bei den 14 Tracks auf dem vierten Longplayer von Between The Buried And Me nicht um eigene Songs, sondern um ausgesuchte Coverversionen der Lieblingslieder der Musiker aus North Carolina. Produziert hat das Album im übrigen Jamie King (Darkness Remains, School For Heroes, The Cardinal Effect).

Die Mischung der Lieder stellt sich dabei als ziemlich spannende Angelegenheit heraus. Es gibt u.a. Songs von Pink Floyd, Metallica, Queen, Pantera, Depeche Mode, Sepultura, Counting Crows und Earth Crisis zu hören. Und zwar im ureigenen Sound von Between The Buried And Me, der sich ganz urwüchsig im Hardcore und Heavy Metal austobt. Man ahnt es schon, „The Anatomy Of“ ist wirklich ein reines Spaß-Album. Dennoch erstaunt die liebevolle und detailgetreue Herangehensweise der Band. So wird in der herrlich thrashigen Version von „Blackend” (Metallica) peinlich genau darauf geachtet, dass James Hetfields tiefes Organ exakt wiedergegeben wird, wogegen Mötley Crües Partynummer „Kickstart my heart“ eher heiser aus den Boxen rauscht.

Der Queen-typische Chorgesang wird in „Bicycle race“ ebenfalls ganz wunderbar nachgestellt, während die Gitarren naturgemäß eine Spur härter ausfallen als bei Brian May. Natürlich ist es nicht leicht, Chris Cornell (Soundgarden) nachzuahmen. Tommy Rogers ist zwar nah dran, schafft es aber nicht ganz. Aber das macht nichts, wenn man einen Klassiker wie „Day I tried to live“ ganz einfach – oder aus den Not heraus? – mit grunzenden Death-Growls und heiserem Metalcore-Gebrüll verziert. Cool!

Genauso gelungen sind auch die Coverversionen von Pink Floyd („Us and them“) und den Smashing Pumpkins („Geek U.S.A.“), um zwei weitere Titel zu nennen. Denn es gibt im Prinzip keinen einzigen Ausfall auf dem Album. Egal ob aus der Hartwurstabteilung (Sepulturas „Territory“), fast vergessene Slacker/College-Rocksongs (Blind Melons „Change“) oder charterprobter Elektro-Pop („Little 15“ von Depeche Mode). Hier stimmt einfach alles. Deshalb hat man bestimmt genauso viel Spaß beim Hören der Songs, wie die Band bei den Aufnahmen gehabt hat. Eine wirklich ganz feine Sache!

Anspieltipps:

  • Blackend
  • Territory
  • Bicycle race
  • Geek U.S.A.
  • Cemetary gates
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