Shark Island - Gathering Of The Faithful - Cover
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Shark Island Gathering Of The Faithful


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 67 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das junge, italienische Label Frontiers Records (gegründet 1996) hat sich darauf spezialisiert, ehemals erfolgreiche Künstler der 70er und 80er Jahre aus dem Bereich des melodischen Hardrock, die ihrem Ruhm inzwischen hinterherlaufen, unter Vertrag zu nehmen und mit viel Herzblut wieder aufzupäppeln. Das Artist Rooster der Neapolitaner ließ sich folgerichtig wie ein „Who is Who“ des 80er Jahre Hardrock: Fair Warning, Glenn Hughes (Ex-Deep Purple), John Waite (Ex-Bad English), Michael Kiske (Ex-Helloween), Survivor, Toto, Journey, Joe Lynn Turner (Ex-Rainbow), Thunder, Kingdom Come und Richie Kotzen (Ex-Mr. Big).

Eine der neuesten Errungenschaften ist die Band Shark Island, die 1979 unter dem Namen The Sharks an den Start ging und 1982 ihr Plattendebüt „After Ego“ vorlegte. Im Raum Los Angeles waren Shark Island in den frühen Achtzigern eine richtig große Nummer. Doch anstatt den verdienten Erfolg einzufahren, wurde die Gruppe von gleichzeitig gestarteten Kollegen wie Guns ’N Roses, Ratt und Mötley Crüe überholt und stehen gelassen. Mit dem 1989er Werk „Law Of The Order“ auf Epic Records steht somit nur ein einziges Major-Album in den Büchern, das bis dato auch das letzte Lebenszeichen von Shark Island darstellt.

Jetzt gibt es das Quartett wieder. Richard Black (Gesang), Spencer Sercombe (Gitarre, Piano), Christian Heilmann (Bass) und der neue Drummer Glen Sobel haben ihre alten Demos hervorgekramt und diese über einen Zeitraum von neuen Monaten zusammen mit ein paar neuen Stücken für das Album „Gathering Of The Faithful“ eingespielt. Dabei ist nicht bekannt, ob Frontiers von seinen Acts erwartet, dass sie genauso wie in den 80er Jahren klingen. Von Weiterentwicklung und neuen Einflüssen ist auf dem 13-Tracker jedenfalls nichts zu hören. Shark Island präsentieren dem Hörer melodischen Pop-Rock („Blue skies“), der nur selten in zarten Hardrock umschlägt („Go west“). Dafür gibt es ein paar Funk- („Tomorrow’s child“) und Blues-Einflüsse („Life goes on“) zu hören. Doch so richtig aufregend ist hier leider gar nichts!

Das vorliegende Album bietet fast durchgehend erschreckend langweiliges Material, das im besten Fall wie eine schlechte Whitesnake-Kopie klingt („The stranger“, „Down to the ground“) und zu allem Übel ganz furchtbare Klischeetexte auffährt. Ganz schlimm sind auch die obligatorischen Schmacht-Balladen („Welcome goodbye“, „Looking for the sun“). Tja, und was haben wir nun davon? Nach einigen gelungenen Reuinions hat Frontiers wieder eine Band aus der Gruft geholt, die maximal Zweite-Liga-Format hat. Kaum vorzustellen, dass das irgendjemand braucht. Wenn doch, bitte melden!

Anspieltipps:

  • Heaven
  • Go west
  • Blue skies
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