Wig Wam - Wig Wamania - Cover
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Wig Wam Wig Wamania


  • Label: Napalm Records/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Rock’n’Roll ist der neue Schlager“ lautet die Devise der Glamrockband Wig Wam. Deshalb war es für das schrille Quartett selbstverständlich, für sein Heimatland Norwegen beim Eurovision Song Contest an den Start zu gehen. Das war im letzten Jahr und vermutlich der Türöffner für Lordi, die in diesem Jahr den Titel nach Finnland holten. Wig Wam belegten in Kiew mit „In my dreams“ einen beachtlichen neunten Platz und konnten endlich (den verdienten?) Erfolg feiern. Ihr Debütalbum „667... The Neighbour Of The Beast” (2004) wurde unter dem Namen „Hard To Be A Rock’n’Roller… in Kiev” nochmals europaweit auf den Markt gebracht und konnte erstaunlich gute Verkaufszahlen vorweisen. „Wig Wamania“ soll nun an den Höhenflug anknüpfen.

Die Band aus der Provinz Østfold macht es einem nicht besonders leicht. Würden Glam (Åge Sten Nilsen, Gesang), Teeny (Trond Holter, Gitarre), Flash (Bernt Jansen, Bass) und Sporty (Øystein Andersen, Drums) nämlich nicht so unglaublich dämlich aus der Wäsche schauen (Pelzmützen, Spandexhosen, großflächige Tattoos und geschminkte Gesichter), könnte man sie vielleicht sogar ernstnehmen. Denn von Hard- und Glamrock verstehen die Norweger tatsächlich eine ganze Menge. Sie kopieren zwar den Stil der unterschiedlichsten 80er-Jahre-Bands, beweisen dabei aber ein starkes Gespür für eingängige Melodien („Bygone zone“), coole Heavy-Riffs („Rock my ride“) und auf Anhieb mitsingbare Refrains („Slave to your love“), die Wig Wam gleich im Dutzend vorlegen.

Okay, das machen die britischen Kollegen von The Darkness zwar ganz ähnlich, nur der Trash-Faktor der Norweger ist um einiges höher anzusiedeln. Dennoch: Vor 20 Jahren war so ein Sound richtig cool. Und als Fan von Bands wie Cinderella, Poison, Winger, Quiet Riot, Europe und Def Leppard, die eben jenen melodischen Hardrock spielten, musste man sich auch nicht schämen. Wig Wam möchte man dagegen ans Herz legen, sich ganz schnell ein anderes Image zuzulegen. Denn mit Songs wie „Gonna get you someday“ oder „Daredevil heat” wären sie in den Achtzigern eine richtig große Nummer gewesen. Warum sollte das Konzept also nicht auch anno 2006 ohne diesen optischen Firlefanz funktionieren? Die Gesamtnote lautet deshalb: Optik – 2 Punkte, Texte – 4 Punkte, Musik – 8 Punkte. Einmal gut geschüttelt ergibt dies am Ende 6 von 10 Punkten.

Anspieltipps:

  • Bygone zone
  • Rock my ride
  • Slave to your love
  • Kill my Rock’n’Roll
  • Gonna get you someday
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