Adagio - Dominate - Cover
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Adagio Dominate


  • Label: Locomotive Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Für jedes Album ein neues Label, ständige Line-Up-Wechsel und diverse, wenn auch nur leichte Stilkorrekturen: Bandchef, Saitenzauberer und Mastermind Stephen Forté führt sein Symphonic-Metal-Projekt Adagio ganz so wie er es will und vor allem mit eiserner Hand. Nach mehr als einem Jahr Studioarbeit an Album Nummer drei, „Dominate“, ist der Franzose mit Adagio nun beim spanischen Label Locomotive Records untergekommen.

Neu an Bord ist diesmal übrigens der Brasilianer Gus Monsanto, der den abgewanderten Sänger David Readman (Pink Cream 69) am Mikrophon ersetzt und das Line-Up, bestehend aus Frank Hermanny (Bass), Kevin Codfert (Keyboards) und Eric Lébaily (Drums), komplettiert.

Die acht Stücke auf „Dominate“ hauen mit voller Wucht in die Bombast-Kerbe. Forté fährt gleich bündelweise frickelige Gitarrenparts auf und verbindet damit melodische Parts mit komplexen Prog-Elementen. Neuzugang Gus Monsanto liefert eine tadellose Gesangsleistung ab, die ab und zu von tiefen Death-Metal-Growls aus der Kehle von Monsieur Forté durchzogen wird, und der Rest der Truppe macht ordentlich Dampf, so dass die im Schnitt 5½ Minuten langen Songs in Windeseile an einem vorbeiziehen. Dadurch wirken die Kompositionen deutlich kompakter als in der Vergangenheit. Die orchestralen Parts strahlen nicht die (befürchtete) Dominanz aus und der Keyboard-Anteil hält sich ebenfalls in erfreulichen Grenzen.

„Dominate“ ist somit ein gefundenes Fressen für Melodic-Metal-Freaks, die sowohl eine gute Portion Progressivität als auch knüppelharte Metal-Riffs vertragen können. Es sollte aber dennoch nicht verschwiegen werden, dass man sich an dem geballten Bombast, den Adagio hier auffahren, genauso gut verschlucken kann. Zum Beispiel, wenn die Herrschaften im Schlusstrack eine Coverversion von Irene Caras 80er-Jahre-Hit „Fame“ aus der Schublade holen oder zu sehr auf Filmmusik machen, wie im über acht Minuten langen „R’lyeh the dead“. Dann kann es schon mal passieren, dass man zur Skip-Taste greift und dem pseudo-epischen Treiben ein Ende macht.

Anspieltipps:

  • Fire forever
  • The darkitecht
  • Children of the dead lake
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