Terrorizer - Darker Days Ahead - Cover
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Terrorizer Darker Days Ahead


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das nennt man ein wirkliches Comeback! 17 Jahre nach ihrem Debüt, „World Downfall“ (1989), melden sich die L.A.-Death-Grinder von Terrorizer mit einem neuen Album zurück. Die Band avancierte mit ihrem Erstling zum Kult-Act in der Death-Metal-Welt, brach aber schon bald auseinander und die beteiligten Musiker machten in Bands wie Napalm Death, Morbid Angel und Nausea Karriere.

Jetzt holten sich die Urmitglieder Jesse Pintado (Gitarre) und Pete Sandoval (Drums) Bassist Tony Norman (Morbid Angel) und den Sänger Anthony „Tony Militia“ Rezhawk (Resistant Culture) ins Boot, die Oscar Garcia (Gesang) und Alfred „Garvey“ Estrada bzw. David Vincent (Bass) ersetzen. In diesem Line-Up wurde „Darker Days Ahead“ eingetrümmert, der nicht mehr erwartete Zweitling einer der brutalsten Metal-Kapellen der Geschichte.

Es sollte jedem von vornherein klar sein, dass Terrorizer mit „Darker Days Ahead“ den jugendlichen Charme ihres Debüts nicht wiederholen bzw. reproduzieren können. Dennoch knallt das Album anständig aus den Boxen. Das Tempo ist durchgehend hoch und Pete Sandoval schuftet sich durch 40 Minuten Blast-Beat-Drumming am Stück. Die Gitarren schrubben die Tonleiter rauf und runter, während Anthony Rezhawk gemäßigte Death Growl von sich gibt. Das klingt zwar immer noch mächtig fies, aber die Grindcore-Brutalität von „World Downfall“ wird nicht erreicht.

Die persönliche Reminiszenz an das Terrorizer-Debüt lautet auf den Namen „Dead shall rise V.06“und ist natürlich eine Neuaufnahme des 89er Stücks. Das wäre zwar nicht notwendig gewesen, aber angesichts von nur zehn Songs darf man schon mal auf die Spieldauer eines Albums verweisen. Dieses fliegt sowieso wie im Rausch am Hörer vorbei. Denn eines beherrschen Terrorizer wie im Schlaf: Mit apokalyptischem Up-Tempo-Geballer durchs Unterholz zu knüppeln.

Anspieltipps:

  • Blind army
  • Crematorium
  • Victim of greed
  • Legacy of brutality
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