Duncan James - Future Past - Cover
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Duncan James Future Past


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Robbie Williams ist das alles überragende Beispiel eines ehemaligen Mitgliedes einer Boyband, der wirklich erfolgreich aus dem langen Schatten dieser herausgetreten ist. Die meisten anderen schaffen das nicht. Ein Beispiel dafür ist Duncan James, der mit der Boygroup Blue weltweit 9,5 Millionen CDs verkaufen konnte. Entdeckt wurde Duncan übrigens als singender Animateur in einem Ferienklub. Die mit Preisen überschüttete Boygroup war sein dreijähriger Glücksfall. Nach dem im Jahre 2005 offiziell als Pause betitelten Ende der smarten britischen Jungs, versucht sich Herr James wie auch seine Kollegen Simon Webbe und Lee Ryan als Solokünstler.

James hat bei den dreizehn Songs seines Debütalbums maßgeblich an den Texten und Komposition mitgeschrieben. Zur Absicherung wurden Seal, Chris Braide (Ronan Keating, Lisa Stansfield) und Jez Ashurst als zusätzliche Komponisten verpflichtet. Außerdem fungierten Stephen Lipson (Annie Lennox, Simple Minds), Andreas Carlsson (Britney Spears, N'Sync) und Peter Vettese (Bee Gees) als Produzenten. Da konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.

Der Opener „Sooner or later“ wurde als erste Single ausgekoppelt und kommt mit flottem Gitarrenpop Marke Sommerhit im Gepäck. Ein sehr seichter Song, der einfach sehr schnell vergessen werden kann. Seal schrieb „Can't stop a river“ für den 26-Jährigen, der diese Ballade sehr gefühlvoll darbietet, nur bleibt das die einzige bleibende Erinnerung. Sicher ist auch „Come alive“ ein temporeicher und gitarrenlastiger Song, der eine gewisse Qualität hat. Das war es dann aber schon. Denn Wiedererkennungswert oder sogar Unverwechselbarkeit sucht man vergebens. Viele durchschnittliche Songs, für Kaufhäuser und Fahrstühle geeignet, rauschen vorbei, wobei die Balladen in der Überzahl sind. Gepflegte Langeweile heißt das Stichwort, denn auch die Balladeb erreichen, bis auf die Nummer von Seal, keine Höchstnoten.

Während seiner „Blue“-Zeit schrieb Duncan James zusammen mit Gary Barlow den Charterfolg „Guilty“. Da darf der Hörer bei diesem Longplayer schon rätseln, ob das der einzige Erfolg bleiben könnte. Die illustre Komponistenriege versagte jedenfalls auf der ganzen Linie, denn der auf „Future Past“ dargebotene Herzschmerz- und Sommerpop hat die Haltbarkeit von Seifenblasen. Die Erfolgsschiene der leichtverdaulichen Musik seiner ehemaligen Gruppe will James partout nicht verlassen, aber er klingt dennoch wie eine schlechte Kopie von ihr.

Anspieltipps:

  • Come Alive
  • Can´t Stop A River
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