Sabaton - Attero Dominatus - Cover
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Sabaton Attero Dominatus


  • Label: Sound Pollution/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Unterm Strich ist „Attero Dominatus“ ein durch und durch enttäuschendes Album.

Beinahe wäre die Karriere der 1999 gegründeten schwedischen Schwermetaller von Sabaton zum peinlichen Rohrkrepierer geworden. Ihr Demo „Fist For Fight“ (2001) ging total baden, weil das italienische Label Underground Symphony scheinbar nichts von Promotion und Vertrieb verstand. Der reguläre Album-Nachfolger „Metalizer“ (2002) blieb gleich ganz im Giftschrank und kam gar nicht erst auf den Markt. Es sollte tatsächlich bis ins Jahr 2005 dauern, bis das Sextett aus dem Falun endlich ein Album veröffentlichen konnte: „Primo Victoria“ – „Der erste Sieg“. Wie passend…

Verantwortlich für die Rettungsaktion war das schwedische Black Lodge Label, das die Herren Pär Sundström (Bass), Daniel Mullback (Drums), Daniel Mÿhr (Keyboards), Joakim Brodén (Gesang), Oskar Montelius (Gitarre) und Rikard Sundén (Gitarre) unter Vertrag genommen hatte. Damit kam die Karriere der Schweden ins Rollen. Flux entstanden neue Songs und die Jungs durften als Support von Edguy und DragonForce auf Tournee. Kurz danach werden die im Januar 2006 eingespielten Stücke der Scheibe „Attero Dominatus“ („Tötet den Tyrannen“) bereits auf die Fanschar losgelassen. Das nennt sich Timing...

Das Erste, was einem beim neuen Sabaton-Album auffällt, ist die extrem schwache Produktion, die Soundpuristen sofort nervös macht und hektische Regulierversuche an Verstärker/Equalizer auslöst. Der Sound matscht breiig aus den Lautsprechern und lässt keinen differenzierten Hörgenuss zu. Und selbst wenn es nur die Promotion-CDs sein sollten, die so unterirdisch klingen, sollte man sich im Hause Black Lodge fragen, ob man sich damit einen Gefallen tut. Irgendwo lässt sich in der kaum ausgepegelten Soundbrühe zwar ausmachen, dass Sänger Joakim Brodén gerne wie Dio klingen möchte und die Schweden stilistisch im Fahrwasser von Nightwish (Dramatik) und HammerFall (True-Metal-Faktor) schwimmen, aber nicht wirklich das Können dazu haben, um in derselben Liga zu spielen, geschweige denn, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Unterm Strich ist „Attero Dominatus“ ein durch und durch enttäuschendes Album. Angefangen bei der schlechten Soundqualität, über die altbackenen Kompositionen und den nicht vorhandenen Härtegrad. Klare Empfehlung: Finger weg!

Anspieltipps:

  • We burn
  • Back in control
  • In the name of god
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